Stillen ist eine wunderschöne und so normale Sache!

Ich habe meine Tochter jetzt fast 8 Monate lang gestillt, 5 Monate davon fast vollständig. Genossen haben wir es beide und ich habe lange überlegt wann der wichtige Zeitpunkt zum abstillen ist. Bei meinem Sohn habe ich mich ziemlich schnell dafür entschieden, denn ich habe die Zeit zwar als schön aber auch sehr anstrengend empfunden. Auch bei meiner Tochter war ich zwischenzeitig fertig mit den Nerven, aber bei ihr hatte ich keine Wahl, denn eine Flasche wollte sie lange Zeit nicht.

Begonnen mit der Beikost haben wir schon mit 4 Monaten, denn sie hat ständig unser Essen angeguckt. Aber so richtig isst sie erst seit sie 6 Monate alt ist. Wir haben sowohl Brei als auch BLW getestet und mittlerweile einen Weg aus beiden Methoden für uns gefunden.

Am Morgen isst sie ihr Brot, am Vormittag Obstbrei oder Banane, am Mittag Gemüse-Brei (mal mit und mal ohne Fleisch), am Nachmittag Obst-Getreide-Brei und am Abend entweder Brot oder Milchbrei. Zu trinken bekommt sie ungesüßten Tee oder Wasser und zwischendurch mal einen Hirsekringel oder eine Reiswaffel zum knabbern.

In den letzten Wochen habe ich meist nur noch in der Nacht gestillt und ich muss sagen, irgendwie war das zum Ende hin nur noch Stress für mich. So habe ich dann am Tag einfach noch einmal die Flasche getestet und oh Wunder, sie hat sie akzeptiert!

Dennoch habe ich ziemlich lange überlegt, ob denn jetzt wirklich der richtige Zeitpunkt für das Abstillen gekommen ist. Für uns steht fest, dass die Tochter unser letztes Kind ist und ich somit nie wieder in die Stillsituation kommen werde. Bei meinem Sohn wusste ich noch, dass es ein zweites Mal geben wird. Aber diesmal war es doch etwas anderes. Jedoch waren sowohl die Tochter als auch ich in der Nacht immer schlechter gelaunt. So haben wir langsam die erste Nachtmahlzeit durch ein Fläschchen ersetzt. Hat wunderbar geklappt und die Tochter schlief weiter.

Nachdem mich die Tochter in dieser Woche gleich 2 mal gebissen hat, habe ich mich dazu entschieden, auch die andere Nachtmahlzeit durch eine Flasche zu ersetzen. Die Tochter hat das ohne Probleme mitgemacht und gekuschelt haben wir danach trotzdem noch ausgiebig. Ich werde ihr weiter die Nähe geben, die sie braucht. Natürlich nicht über die Brust, aber man kann auch so viel kuscheln und sich nahe sein.

Diese besondere Bindung werde ich als Mutter nie vergessen, sowohl die Stillzeit mit dem Sohn, als auch die Stillzeit mit der Tochter. Es ist so etwas besonderes.

Vielleicht verstehen mich einige nicht, warum ich jetzt schon abgestillt habe, aber für mich ist es der richtige Zeitpunkt. Ich habe viel länger gestillt als manch andere und bin verdammt stolz auf mich! Ich bewundere Frauen die ihr Baby/Kind Langzeitstillen, genauso kann ich Frauen verstehen, die ihr Baby gar nicht stillen möchten. Andere versuchen zu stillen und können es nicht. Jede Frau hat ein Recht es so zu entscheiden wie sie es möchte! Jede trifft die richtige Wahl!

Unterschrift

P.S.: Ich trinke gerade ein Glas Wein. Das erste Mal wieder Alkohol nach 1 1/2 Jahren. Den letzten Schluck Sekt hatte ich Silvester 2013/2014. Ich finde Alkohol in der Schwangerschaft und Stillzeit (sofern man nicht sicher gehen kann, wann das Kind wieder Hunger hat) geht gar nicht! Und ich sage euch was: es schmeckt so verdammt gut, auch wenn ich sonst wirklich nicht viel Alkohol trinke!

 

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