Blogparaden Oft gelesen Über mich

Bleib doch mal locker!#MeinBriefAnMich

Liebe Sarah,

die erste Zeit als junge Mutter war nicht immer einfach für dich und vor allem hast du dich immer selbst sehr schnell verrückt gemacht, wenn du das Gefühl hattest irgendetwas falsch zu machen. Bleib doch mal locker, würde ich dir heute raten. Aber als junge 23-jährige Mutter war das alles gar nicht so einfach.

Als du unter der Geburt von der Hebamme untersucht wurdest und diese gesagt hat, du sollst dich nicht so verkrampfen denn sonst wird es mit der Geburt nichts, hättest du ihr am besten gleich mal die Meinung gesagt. Aber leider hast du dir selbst nur Vorwürfe gemacht und der Hebamme geglaubt. Nicht verkrampfen ist in dieser Situation doch leider etwas schwer und die Geburt hast du innerhalb von 10 Stunden mit Bravur gemeistert. Ich bin immernoch ganz stolz auf dich und vor allem auf den Sohn, den du mir geschenkt hast.

Auch der Nachtschwester hättest du mal deine Meinung sagen sollen. Man meckert keine junge und total übermüdete Mutter an, dass sie dein Baby nur über Nacht nimmt, wenn es satt und ruhig ist. Hallo? Woher solltest du das denn wissen? Man weiß doch nie, wann ein Baby wieder Hunger hat und gestillt werden möchte. Aber nein, du hast leider nichts gesagt, denn du hast gedacht die Nachtschwester hat Recht und sie weiß es besser.

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Nicht nur im Krankenhaus, auch zu Hause hast du dir viel zu viele Gedanken gemacht. Die ersten Nächte waren die Hölle für dich, denn man hatte dir ja gesagt, das Baby gehört in sein eigenes Bett. Aber das Baby wollte davon gar nichts wissen, denn es wollte Nähe. Irgendwann hat dein Mann ein Machtwort gesprochen und du musstest nachgeben. Dein Sohn schlief nun immer ruhig in der Mitte des Bettes und alle bekam endlich wieder mehr Schlaf (zurückblickend das einzige Mal, wo es gut war auf jemand anderes zu hören). Auch auf die ganzen Meinungen der anderen hättest du mal lieber nicht hören sollen, denn entweder man mag das Familienbett oder nicht. Das hast du damals leider noch nicht verstanden und hast dir immer Gedanken gemacht, dass du ja alles falsch machst. Aber ich bin jetzt auch stolz auf dich, denn jetzt siehst du das ganze Thema locker. Möge es so kommen wie es ist, so wie die Kinder es möchten. Jedes Kind ist anders und jede Familie auch, das hast du nun endlich verstanden.

 

Beim Thema Ernährung hast du dir auch viel zu viele Gedanken gemacht. Ja, du hattest ein propperes Baby und das kam so, weil du nach Bedarf gestillt hast. Warum hattest du denn Angst dein Kind könnte dick werden? Du kanntest doch schon die ganze Energie die in ihm gesteckt hat. Und wieder hast du dich grundlos verrückt gemacht, denn dein Sohn ist heute schlank.

 

Beim Treffen mit anderen Eltern dachtest du immer dein Sohn ist frech und muss alles ausprobieren und kaputt machen. Ständig musstest du hinterher laufen und die anderen Eltern hatten ihre Ruhe und mussten da nicht durch. Aber deine Mutter hatte recht, denn die anderen Kinder fingen damit auch irgendwann an. Dein Sohn war einfach sehr schnell und was ist denn gegen einen starken Entdeckungsdrang einzuwenden? Damals fandest du das leider sehr schlimm.

 

Hör auch in Zukunft nicht mehr so oft auf die Meinungen der anderen. Mach es so, wie du denkst. Lass dich nicht so verunsichern, denn du machst es genau richtig. Deine Kinder werden dir den Weg zeigen, egal wie die Meinungen der anderen sind. Deine Kinder sind so wie sie sind und du kennst sie am besten! Merk dir das und bleib locker 😉

Deine Sarah

 

Dieser Brief ist Teil der Blogparade #MeinBriefAnMich vom Hebammenblog.

Unterschrift

 

 

 

 

7 Kommentare

  1. Deine Mutter scheint doch auch nicht so ein schlechter Ratgeber zu sein. 😉 Lieben Gruß, Bettie

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  3. Liebe Sarah,
    vieles ging mir auch als „alte“ Erstlingsmutter genauso, blöd, dass irgendwie alle das Gleiche durchmachen müssen. Beim zweiten Kind merkt man dann erst, wie sehr man sich beim ersten verrückt machen ließ…
    Liebe Grüße!

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