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Bombenstimmung

Bombenstimmung, gestern bei uns in Minden. Und ich spreche jetzt nicht von super guter Stimmung!

Da diese Woche dank der Dienstreise meines Mannes und wenig Schlaf der Tochter eh schon bescheiden ist, musste ich gestern morgen bei Twitter noch diese Nachricht lesen:

2015-02-19 19_25_32-Mindener Tageblatt auf Twitter_ _An der #Schachtschleuse in #Minden wurde bei Ba

 

 

 

 

 

Ich musste mich direkt an das Jahr davor erinnern, denn im Sommer 2014 hatten wir das ganze schon einmal. Viele Menschen mussten evakuiert werden, wir waren zum Glück nicht dabei.

Als ich aber gestern las, dass die Bombe an der Schachtschleuse gefunden wurde, war mir schon fast klar, dass wenn es wirklich eine Bombe und nicht doch etwas anderes ist, wir bestimmt das Haus verlassen müssen.

Es vergingen noch ein paar Stunden, in denen ich mich schon einmal vorsorglich bei den Schwiegereltern meldete und uns für die Nacht ankündigte. Besser einmal vorwarnen und dann wieder absagen (habe ich mir gedacht).

Irgendwann war dann raus dass es wirklich eine Bombe ist und auch ein Evakuierungsradius, in dem wir natürlich mittendrin waren, kam online:

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Stadt Minden

 

 

 

 

Meine Mutter kam rüber, nahm mir die Kinder ab und ich begann zu packen. Ohne Kinder wäre das natürlich einfacher gewesen. Handtasche und ab geht es. Aber mit 2 kleinen Kindern wo anders schlafen sieht so aus, als würde man für 2 Wochen in den Urlaub fahren. Zwischendurch dachte ich noch darüber nach, ob wir nicht doch einfach danach wieder nach Hause fahren. Zum Glück entschied ich mich dagegen.

Als ich dann losfuhr, das Auto mit den Kindern und Klamotten voll gepackt, konnte ich schon nicht mehr den normalen Weg nehmen. Alles war schon abgesperrt und ich war wirklich früh dran. Überall auf dem Weg stauten sich die Autos und mein Sohn bekam auch etwas Angst.

In den Ort wurde auch schon niemand mehr hereingelassen, was natürlich für die ganzen Menschen, die von der Arbeit kamen, nicht so toll war. Zum Glück hatte ich den Sohn bereits am Mittag vom Kindergarten abgeholt, denn dieser wurde natürlich auch evakuiert.

Bei meinen Schwiegereltern angekommen verfolgte ich die aktuellen News immer weiter. Ich legte mich mit den Kindern schon gegen 19 Uhr ins Bett.

Die Kinder haben zum Glück beide gut geschlafen und ich konnte mich deshalb immer auf dem aktuellen Stand halten.

Was ich mal wieder unglaublich fand ist, dass sich viele nicht evakuieren lassen wollten. Solche Menschen denken nicht an die ganzen Personen die aufgrund der Bombenentschärfung länger arbeiten müssen und auch nicht an die, die am Morgen früh aufstehen müssen.

Gegen 22:15 Uhr konnte es dann losgehen. Ein bisschen mulmig war mir ja schon, denn die Bombe wurde im Wasser gefunden und mit einer Baggerschaufel herausgehoben. Da die Bombe noch in der Baggerschaufel knapp über dem Wasser lag, musste sie von einem Boot aus entschärft werden. Das war wohl auch Premiere für den Feuerwerker Karl Heinz Clemens. Es hat aber alles wunderbar geklappt und dafür kann man nur DANKE sagen. Natürlich auch an alle Helfer.

Zum Glück haben wir bei meinen Schwiegereltern geschlafen, denn vor Mitternacht wären wir nicht zu Hause gewesen. Die Kinder haben die ganze Nacht gut geschlafen, nur ich bin nach dieser Woche müde. Die Kinder haben sonst nämlich nicht sehr gut geschlafen und die Bauarbeiten an unserer Straße haben mich auch verrückt gemacht.

Mit 2 kleinen Kindern ist so eine Evakuierung kein Spaß aber allemal besser, als in der Wohnung zu bleiben und den Gefahren ausgesetzt zu sein.

Ende gut, alles gut!

 

Bis bald,

eure Sarah

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Das wäre ja mein Horror, völlig überstürzt die Wohnung verlassen zu müssen. Gut, dass ihr jemanden in der Nähe hattet, wo ihr hingehen konntet und alles gut gegangen ist! Lg, Viola

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