Allgemein Hausbau

Der Ärger als Mieter

Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen. Wurde ich doch von 3 Leuten vor dieser Vermieterin gewarnt. Wir haben dann doch sehr schnell gemerkt wie diese Frau tickt und was es für Probleme mit dieser Wohnung gibt.

Aber noch einmal vom Anfang:

Im Januar 2013 sind wir hier eingezogen. Diese Wohnung liegt einfach perfekt in dem Dorf in dem ich aufgewachsen bin und direkt neben meinen Eltern. Sie hat einen großen Garten, eine angenehme Größe und auch einen Keller mit genug Stauraum. Damit waren unsere Anforderungen erfüllt und wir wollten diese Wohnung.

Der Ärger mit der Wohnung und dem Garten

Schimmel und feuchte Wände

Wäre ich doch nur schon etwas stutziger geworden als ich die abgerissene Tapete im Schlafzimmer bei der Besichtigung gesehen habe. Ich habe mir leider nichts dabei gedacht.

Kurz nachdem wir hier eingezogen sind haben wir bemerkt, dass wir 2 Kellerräume nicht so nutzen konnten wie gedacht, denn sie waren nass. Der erste Kellerraum wurde dann zwar relativ schnell trocken gelegt, mit lauter Baustelle vor dem Haus. Auf den zweiten mussten wir allerdings über ein Jahr warten. Mittlerweile ist es gemacht, war aber sehr lange Zeit ärgerlich.

Dann fing auch ziemlich schnell im Schlafzimmer das Schimmelproblem an. Gelüftet haben wir ausreichend, aber wenn die neuen Fenster nicht zur (nicht vorhandenen) Dämmung passen kann man da nicht viel dran ändern. Auch mit Luftentfeuchter wurde es nicht viel besser. Wir haben das Problem jetzt im Griff, aber eben auch keine Tapete mehr in der Schlafzimmercke. Die Vermieterin sagt es liegt am Lüften und wir sind selbst schuld. Deshalb einen Gutachter einschalten und die Miete kürzen? War uns bisher zu aufwändig und eigentlich sind wir auch friedliebende Menschen.

Das gleiche Problem tauchte im Wohnzimmer auf. An der Wand hängen jetzt anstatt Schränken nur noch Regale und das Sofa ist auch umgestellt. Jetzt ist die Wand frei aber im Raum leider weniger Platz.

Garten

Der Garten ist auch ein großes Problem. Das Unkraut an der Straße ist kaum zu bewältigen (es handelt sich um ein Eckgrundstück) und der Rasen ist auch alles andere als schön. Man merkt leider, dass dort lange Zeit nichts gemacht worden ist. Wir geben uns Mühe, aber es reicht dieser Frau einfach nicht.

 

Der Ärger mit der Vermieterin

Es fing gleich nach ein paar Monaten mit einem Anruf an: „Sie haben das Unkraut an der Straße noch nicht weggemacht“. 2x hatten wir es schon, es konnten sogar Nachbarn bestätigen, meine Mutter hatte geholfen. „Nein, da wurde nichts gemacht. Das hätte ich gesehen.“ Ich war so sauer und fühlte mich richtig schlecht.

Dann habe ich mit der Vermieterin besprochen, dass die Terasse nach dem Geburtstag vom Sohn saniert werden soll, damit wir noch feiern können. Deshalb haben wir die Handwerker weggeschickt, als sie 2 Tage vorher anfangen wollten. Von unserem Gespräch wollte sie nichts mehr wissen und war sauer.

Ist es eigentlich normal, dass man jede Woche zum kontrollieren kommen muss? Muss jede Woche der Ölstand der Heizung kontrolliert werden? Ich finde nicht. Angeblich ist sie laut Nachbarn sogar einfach durch den Garten gegangen um zu kontrollieren da es dort ja angeblich so schrecklich aussieht. Wir haben so viel Zeit dort hinein gesteckt. Wir haben manchmal das Gefühl sie kennt den Unterschied zwischen Eigentum und Besitz nicht und dass man den Besitz gegen die Mietzahlung an den Mieter abtritt. Wir fühlen uns manchmal richtig kontrolliert.

Am Dienstag sollte unser Heizungsstand abgelesen werden. Montag kam erst der Anruf und ich musste deshalb Termine verlegen. Man kann den Termin ja nicht ändern und ein „Danke“ habe ich auch da nicht gehört, als ich von der Terminverschiebung sprach. Nur ein „Okay“. Tja, und dann musste hier doch nicht abgelesen werden, sonder nur in der Wohnung über uns. Ich sag euch, ich war wütend.

Gestern war sie hier und hat die Haustür geputzt, vorgestern die Treppe poliert und am Mittwoch einfach ohne zu fragen in unserem Garten die Reste der Hecke klein gemacht.

Jetzt hat sie unseren Biomüll mit den Resten der vertrockneten Hecke vollgemacht, die ohne Rücksprache einfach entfernt und in der Einfahrt abgelegt wurden. Der Mann hat es gleich wieder ausgekippt, wir haben ja schließlich auch noch Abfälle und müssen den Gartenabfall irgendwo lassen. Es ist ja Müll aus dem Garten, deshalb ist das okay, so ihre Meinung. Ich habe gesagt wir können ihn gerne für 3,50€ zum Wertstoffhof bringen. „Dann machen sie das doch“. Kein „Danke“ kennt diese Frau.

 

 

Ich frage mich manchmal warum wir immer noch so kooperativ sind. Beim nächsten kurzfristigen Termin sind wir jedenfalls nicht da. Irgendetwas freundlich klären ist mit ihr einfach unmöglich.

Tief durchatmen und denken, bald geht es ins Eigenheim. Noch ungefähr 1 Jahr und dann sind wir sie los. Das ist mein Lichtblick!

Bis bald,

eure Sarah

 

10 Kommentare

  1. Hallo Sarah,

    das klingt ja schrecklich. Ich hätte mich wahrscheinlich schon längst schrecklich aufgeregt und nach neuen Wohnungen geguckt.
    Soweit ich weiß darf der Vermieter ohne Absprache mit den Mietern keinen Haustürschlüssel haben. Und in den Garten darf sie auch nicht. Da würde ich was zu sagen oder die Polizei rufen.
    Vermietet ist vermietet und dann hat sie da nichts mehr zu suchen.
    Zum Glück seid ihr sie bald los.

    LG

    Anja von http://www.familiewitz.de

    • Hallo Anja!

      Wir mögen die Wohnung an sich ja gerne. Vor allem ist das Haus direkt neben meinen Eltern was für uns auch nur Vorteile hat und für unsere Kinder natürlich erst recht.
      Zum Glück ist ein Ende in sich, da halten wir jetzt noch durch 😉
      Das mit dem Hausschlüssel wusste ich gar nicht. Da werde ich mich jetzt erstmal schlau machen. Danke!
      LG Sarah

  2. Hi Sarah,
    warum heißen eigentlich alle Kommentatorinnen und die Blog-Autorin Sarah? 😉
    Wir kommen auch aus einer Horror-Wohnung. Erstbezug nach Sanierung – Bauschmimmel, wir wurden betrogen uns wurde versucht, einzureden, dass wir falsch lüfteten. Im Keller tropfte es von den Decken, so feucht war alles. Meine schöne Babykleidung (und alles andere) setzte grünen Schimmel an und war nicht mehr zu gebrauchen. Mieterverein, Stress ohne Ende.
    Wir wohnten dort 11 Monate und zogen dann nach Berlin.
    Das war also unsere Chance in die Großstadt zu kommen.
    Lange Rede kurzer Sinn: wer weiß, was euch noch Gutes bevor steht. In eurem Fall dürfte das euer Eigenheim sein. Da wird keiner schauen, ob du das Unkraut gezupft hast. Klingt wirklich schrecklich. Haltet durch!
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Hallo Sarah!

      Ja, ich bin auch immer verwirrt bei den ganzen Sarahs! Aber ist ja auch einer schöner Name 😉

      Das klingt bei euch ja noch schrecklicher. Da haben wir ja echt noch Glück! Bei uns wurde im Keller wenigstens etwas gemacht und in der Wohnung machen wir die ersten Spuren immer gleich weg. Soll ja keiner davon krank werden.

      Ich freue mich wirklich schon aufs Eigenheim. Die Zeit bis dahin halten wir noch durch, denn auf einen Umzug habe ich derzeit auch wirklich keine Lust mehr. Und 1 Jahr geht zum Glück recht schnell vorbei.

      LG Sarah

  3. Puh, das klingt echt übel. Ich verstehe nicht, wieso einem manche Leute (v.a. die Spezies Vermieter) scheinbar wirklich das Leben absichtlich schwer machen muss?
    Aber gerade das mit dem Schimmel ist keine Lappalie, wir haben das damals auch mehr oder weniger geschluckt, um ein halbwegs „gutes“ Mietsverhältnis zu bewahren und das würde ich heute definitv nicht mehr machen.
    Ich könnte von unserem alten Vermieter auch ein Lied davon singen, aber da würde ich mich jetzt nur wieder aufregen, deshalb lasse ich es.
    Ich wünsche euch noch gute Nerven!
    LG, Manati

    • Dann scheinen wir ja wirklich kein Einzelfall zu sein.
      Echt traurig, dass es diese Fälle so oft gibt.
      Dabei bekommen die Vermieter doch ordentlich viel Geld für die Wohnung.
      Ich verstehe bei unserer Vermieterin auch ihren Geiz oft nicht. Ich halte das Haus doch lieber vernünftig in Stand um weiter gut vermieten oder irgendwann verkaufen zu können.
      LG Sarah

  4. Pingback: 10 Dinge, die mich in den Wahnsinn treiben | Zwergenzimmerchen

  5. Boah, was für eine furchtbare Vermieterin… du hast vermutlich Recht, dass man sie nicht mehr wird ändern können, aber nur der guten Lage wegen klein beigeben? Sie darf euch ja eh nicht einfach kündigen… ich würde mir schlicht einen Anwalt nehmen. Zu viel ist zu viel…

    Wenn fremde Menschen sich ungebeten in mein Privatleben reindrängen, egal in welcher Weise, reagiere ich allerdings selbst recht allergisch. So wenig ich auf Streit aus bin bei Freunden und Verwandten, so wenig lasse ich mir bei Fremden gefallen… werde da gern mal wortkarg und etwas abgekühlt…

    • Wir wollen ja demnächst bauen und so ist die Zeit zum Glück absehbar. Zur Wohnungsübergabe nehmen wir auf alle Fälle eine Anwältin dazu. Sicher ist sicher! Stress wird es sonst bestimmt noch genug geben. Derzeit ist sie überfreundlich (zumindest zu meinem Mann). Mal schauen wann der nächste Knall kommt. Wir haben eine Rechtsschutzversicherung und eine Mietrechtsanwältin im Bekanntenkreis. Auf der sicheren Seite sind wir also 🙂

  6. Pingback: Veränderungen – Zwergenzimmerchen

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