Familienleben

Die Radauzwergin

Hallo an alle!

Mein neuester Spitzname ist „Radauzwergin“ und in anderen Beiträgen hat mich meine Mutter einfach „die Tochter“ genannt. Aber der Name Radauzwergin passt derzeit einfach viel besser zu mir, denn ich kann meine Familie ganz schön in den Wahnsinn treiben.

Für das 2. Lebensjahr habe ich mir mein bestes vorgenommen und versuche die größte Perfektion mit folgenden Eigenschaften zu erlangen:

 

Essen und Trinken:

Mit dem Essen muss man spielen. Wenn es mir nicht schmeckt, dann schmeiße ich es vor Wut auf den Boden oder werfe meinen Kopf nach hinten. Leider treffe ich dabei oft den Stuhl und das tut ganz schön weh.

Trinken ist toll, aber was mir am meisten Spaß macht ist, das Wasser einfach wieder aus dem Mund laufen zu lassen. So bekomme ich dann wenigstens ein neues Oberteil und Mama hat wieder etwas zu tun und muss die Wäsche waschen.

 

Radau:

Es ist so toll Dinge durch die Luft oder auf den Boden zu schmeißen. Das macht so schönen Krach und Macken auf den Boden. So wird man immer erkennen, dass ich hier wohne. Dinge auf den Tisch hauen macht auch ganz dollen und tollen Krach.

Ich haue meinem Bruder gerne in das Gesicht und reiße ihm die Brille herunter. Es ist einfach so lustig wie er sich darüber aufregen kann.

 

Schlafen:

Eigentlich kann ich ganz gut durchschlafen. Aber nach 2 Wochen wurde mir das wirklich zu langweilig. Auch alleine einschlafen kann ich gut, aber wenn ich doch noch mit jemandem der neben dem Bett sitzt spielen kann, gefällt mir das viel besser. Und wenn mir irgendwas nicht gefällt, dann schreie ich so laut bis Papa oder Mama zu meinem Bett kommen. Alleine sein ist doch doof. Und wenn Mama und Papa sehr müde aussehen, lasse ich sie manchmal doch schlafen. Müde Eltern sind mir nämlich auf Dauer zu anstrengend.

 

Spielen:

Das Ausräumen von Schränken ist mein größtes Hobby. Immer dann, wenn meine Eltern nicht hinschauen nutze ich den Moment. Mit den Sachen in den Schränken kann man so toll spielen. Und wenn dann alles leer ist, haben meine Eltern auch endlich wieder eine Aufgabe, denn einräumen kann ich die Schränke noch nicht. Das ist einfach zu kompliziert.

Klettern ist so toll und ich komme schon fast überall hin wo ich möchte. Und wenn ich auf dem Sofa bin, dann laufe ich da gerne drauf herum. Ich verstehe gar nicht, dass meine Eltern das nicht möchten. Ich bin doch erst einmal heruntergefallen. Ich habe das so gut im Griff und mir wird schon nichts passieren.

Alle Spielzeuge die laut sind gefallen mir am besten. Zu diesen Spielzeugen kann man so schön tanzen.

Und was ich gar nicht verstehen kann: warum möchte mein Bruder denn gar nicht mit mir Lego spielen? Ich kann es doch schon so toll umwerfen und auseinander bauen. Ihm gefällt das leider gar nicht. Lego ist aber trotzdem super, denn man kann die Steine überall herumwerfen und verstecken. Mama und Papa führen dann auch gerne einen Tanz für mich auf, wenn sie mal durch Zufall einen finden und drauf treten. Das gefällt mir so gut.

 

Wut und die Gründe dafür:

Wenn meine Eltern mich nicht verstehen kann ich ganz schön wütend werden. Um ihnen das zu zeigen, schmeiße ich dann alles durch die Gegend was ich gerade finden kann. Was mir in diesen Momenten dann auch hilft ist, den Kopf nach hinten zu werfen oder mich auf dem Fußboden herum zu wälzen. So sehen meine Eltern dann ganz genau was ich nicht mag. Und was mir gar nicht gefällt, dass erzähle ich euch jetzt:

  • Mamas Ehering am Finger, der gehört da einfach nicht hin
  • wenn irgendjemand auf Kissen liegt
  • wenn ich meinen „Wau Wau“ (mein Lieblingskuscheltier) nicht finden kann
  • wenn andere ihre Bäuche verdeckt haben. Ich mag doch so gerne den Bauchnabel und wenn ich an meinen Bauchnabel fassen möchte, mag ich den Body auch nicht
  • wenn mir nicht alle die vollste Beachtung schenken
  • wenn ich kurz im Reisebett spielen muss (Mama kann doch später auf die Toilette gehen!)
  • dass ich die Schränke nicht ausräumen darf
  • dass ich keine Bücher essen soll
  • wenn mir Mama, Papa oder mein Bruder nichts von ihrem Essen abgeben
  • wenn Schachtel zu sind und ich sie nicht aufbekomme
  • dass ich den Verstärker nicht anmachen darf
  • wenn Mama einfach Legosteine auseinander baut
  • wenn ich in der Karre sitzen muss
  • wenn ich aus einer Flasche trinke möchte und sie leer ist

Ich bin einfach ein ganz normales einjähriges Mädchen mit sehr viel Temperament und halte meine Eltern gerne auf Trab.

 

Bis bald,

eure Radauzwergin

 

 

 

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