Geschichten vom Papa

Die Schnupfenteufel

Die Schnupfenteufel sind klein, winzig klein. So klein, dass man sie nicht sehen kann. Und trotzdem waren sie bestimmt auch schon mal bei dir zu Besuch. Die Schnupfenteufel haben nämlich ein ganz tolles Hobby: Partys Feiern – in deiner Nase.

Aber wie kommen die Schnupfenteufel da überhaupt hin? Da sie die Partys am liebsten in den Nasen von kleinen Kindern feiern, kann man die Schnupfenteufel häufig in Kindergärten finden; denn da gibt es die meisten Kindernasen. Und weil die Schnupfenteufel faul sind klettern sie nicht einfach so vom Boden in die Nase rein. Sie setzen sich gerne auf Spielzeug. Oder Türklinken. Oder irgendwo anders hin wo Kinder gerne hin greifen. Wenn die Kinder diese Sachen anfassen springen die Schnupfenteufel auf die Hände, dann sind sie schon fast am Ziel. Irgendwann fassen die Kinder sich dann mit den Händen an die Nase und ZACK! sind die Schnupfenteufel in der Nase und können ihre Partys feiern.

Dazu muss man erst einmal wissen, dass die Schnupfenteufel meistens sehr lange schlafen um diese ganzen Partys feiern zu können. Meistens schlafen sie im Sommer und sind dafür im Winter wach. Im Winter ist es nämlich in den Nasen gemütlicher als im Sommer. Im Sommer kommt nämlich viel mehr frische Luft in die Nasen und das mögen die Schnupfenteufel gar nicht auf ihren Partys.

Wenn dann die Schnupfenteufel in deiner Nase angefangen haben eine ihrer berühmten Partys zu feiern kommen ganz schnell viele andere Schnupfenteufel dazu, dann macht die Party viel mehr Spaß. Und weil auf einer Party viel getrunken wird müssen die Schnupfenteufel auch irgendwann auf Klo Pipi machen. Leider gibt es in der Nase kein Klo, deswegen pillern die Schnupfenteufel einfach in die Ecken. Und wenn dann zu viel Pipi in den Ecken ist fließt das aus der Nase raus. Manche nennen das Schnupfen, aber eigentlich ist es Schnupfenteufelpipi. Ekelig! Deswegen sollte man die Schnupfenteufelpipi auch nicht in den Pullover oder die Hände schmieren sondern mit einem Taschentuch wegwischen. Auf dem Klo macht man das mit seinem Pipi doch genauso.

Im Grunde würde es keinen stören wenn die Schnupfenteufel ihre Partys feiern, aber das mit der Pipi geht nun wirklich nicht. Deshalb kommt nach kurzer Zeit eine Streife der Gesundheitspolizei vorbei. Erst mal um nachzuschauen was denn da wieder in der Nase los ist. Schnell sehen die Gesundheitspolizisten aber, dass sie alleine nichts gegen die Schnupfenteufel machen können. Einfach so gehen die Schnupfenteufel nämlich nicht von einer Party weg, dazu feiern sie viel zu gern. Deswegen holen die Gesundheitspolizisten alle anderen Gesundheitspolizisten, die irgendwo anders auf Streife gehen, um die Schnupfenteufel aus der Nase zu schmeißen und die Party zu beenden. Leider dauert es immer ein paar Tage bis alle Polizisten da sind, so lange machen die Schnupfenteufel mit ihrer Party weiter und pillern weiter in die Ecken.

Wenn dann genug Polizisten da sind geht es rund. Die ersten Schnupfenteufel werden aus der Nase rausgeschmissen. Das findet der Rest natürlich nicht so gut und macht einen Heidenlärm. Manchmal ist das so laut, dass man davon Kopfschmerzen bekommt. Aber das stört die Gesundheitspolizisten nicht, sie machen einfach weiter damit die Schnupfenteufel wieder rauszuschmeißen. Irgendwann sind dann alle Schnupfenteufel weg und die Party ist vorbei. Dann fegen die Gesundheitspolizisten nochmal durch und befördern den ganzen Dreck, den die Schnupfenteufel hinterlassen haben, nach draußen. Das sind dann diese Bröckchen die man auch Popel nennt.

Danach haben die Gesundheitspolizisten mal wieder gewonnen. Aber nur für kurz. Denn die nächste Party haben die Schnupfenteufel schon geplant…

©Der Mann

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