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Fahrerflucht

Quelle: Pixabay

Eine Fahrerflucht zu beobachten habe ich nun auch hinter mir. Kurz nachdem ich am Montag mit den Kindern das Haus verlassen habe, knallte es auf einmal neben mir. Ein Fahrzeug hat in der Kurve ein anderes Fahrzeug gerammt. Und als der einfach weitergefahren ist, staunte ich nicht schlecht. Gedanken rannten durch meinen Kopf und gleichzeitig musste ich aufpassen, dass die Tochter nicht auf die Straße rennt.

Gedanken

Hat er es nicht mitbekommen?

Oh, schnell das Kennzeichen merken. Mist, jetzt ist der schon um die nächste Kurve gebogen.

Ah, da ist ja noch eine Aufschrift auf dem Fahrzeug zu erkennen.

Was mache ich jetzt?

Ich werde einfach mal die Polizei anrufen.

 

Als ich meinem Sohn dann mitteilte, dass ich nun die Polizei anrufen werde, war er völlig aus dem Häuschen. Am Telefon machte ich dann schon einige Angaben und wurde gebeten, auf den Streifenwagen zu warten (das hätte ich sowieso gemacht).

Ich dachte immer wieder nach, ob wohl das Fahrzeug, dass die Fahrerflucht begangen hat, noch einmal wieder kommt.

Irgendwann ging dann eine Frau in die Richtung vom Auto und ich fragte sie, ob es ihr Wagen ist. Es war zwar nicht ihr Wagen, aber sie wusste wer dazu gehört und klingelte die Besitzer aus der Wohnung. Sie trafen dann zusammen mit der Polizei ein.

Dann musste ich natürlich noch einmal alles angeben, was ich beobachtet hatte. Ich wusste weder die genaue Uhrzeit, wie der Fahrer aussah, noch die Marke vom Fahrzeug. Das kommt davon, wenn man auch die eigenen Kinder im Blick behalten muss.

Die Fahrzeugbesitzer des kaputten Wagens schauten nur einmal kurz zu mir rüber und nachdem ich von der Polizei befragt wurde, durften wir auch endlich losfahren.

Der Sohn war total aufgeregt, schließlich ist das Thema „Polizei“ aktuell sehr beliebt bei ihm.

Ich war auch den restlichen Tag mit genug Adrenalin versorgt und habe noch die ganze Zeit darüber nachdenken müssen.

 

Donnerstag rief dann noch einmal die Polizei hier an und stellte noch ein paar genauere Fragen. Leider war auch das ein mehr als chaotischer Moment, denn wir wollten gerade das Haus verlassen und die Kinder waren sehr ungeduldig. Ich konnte den Polizisten zeitweise kaum am Telefon verstehen.

Dankeschön? Fehlanzeige!

Was mich allerdings sehr wundert ist, dass sich die Besitzer vom Fahrzeug nicht einmal bedankt haben. Es klingt vielleicht egoistisch, aber ein Dankeschön (und nicht mehr!) hätte ich wirklich erwartet. Und sie wissen definitiv wo ich wohne, man sieht sich nämlich oft auf der Straße.

bis-baldeure-sarah_neu

 

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1 Kommentar

  1. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass man es als Autofahrer nicht merkt, wenn man ein anderes Auto rammt. Aber wahrscheinlich will man es einfach nicht merken bzw. wahr haben.
    Und das von dem Besitzer kein Danke kam, finde ich auch ein bisschen frech.

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