Familienleben

Gespräche

Heute war ich mit den Kindern bei dem tollen Wetter im Garten.

Während ich sie angeschaukelt habe, führte ich mit dem Sohn ein Gespräch.

Sohn: „Mama, die Flüchtlinge sind arm.“

Ich:“Hier kommen sie fast ohne irgendwelche Sachen an, denn wenn man vom Krieg fliehen muss, dann kann man nicht viel mitnehmen.“

Sohn:“Ich hoffe wir müssen niemals vor dem Krieg weglaufen.“

Ich:“Das hoffe ich auch!“

Sohn:“Ich kann ja nicht so lange laufen. Das würde ich nicht schaffen.“

Und dann rannte er wieder im Garten umher.
Gerade in den letzten Tagen mache ich mir selber sehr viele Gedanken zu dem Thema, wie so viele andere auch. Das mein Sohn sich über solche Dinge Gedanken macht, war mir bis heute nicht so bewusst. Die aktuellen Nachrichten hat er hier bisher zum Glück noch nicht mitbekommen. Die Flüchtlingsthematik haben wir aber vor längerer Zeit ausführlich besprochen. Und manchmal frage ich mich, wieviel von den aktuellen Sachen wir den Kindern zumuten sollten und können.

Ich möchte nicht, dass die Kindheit meiner Kinder von Angst geprägt wird. Sie sollen alles genießen und das Leben wunderbar finden.
Auch wenn die Welt gerade nicht so schön ist, lasst sie es zumindest für unsere Kinder weiterhin sein.

Die Kinder sind die Zukunft und können hoffentlich diese Welt wieder ein Stück weit in Ordnung bringen. Und wir müssen sie dabei unterstützen und ihnen den Mut dazu geben, diese Welt mit Liebe und Hoffnung zu verbessern.

Bis bald,eure Sarah_neu

4 Kommentare

  1. Finde es aber toll, dass dein kleiner Großer sich seine Gedanken darum macht, was so etwas wie Flucht bedeutet. Die ganz einfachen kindlichen Antwort (arm sein, weglaufen müssen) ermöglichen ihm da fast mehr Verständnis, als es viele ‚Großen‘ in Deutschland zurzeit haben!

    • Das stimmt! Ich finde es auch wichtig solche Dinge zu besprechen. Trotzdem soll er diese Welt nicht als schrecklichen Ort wahrnehmen. Da einen Mittelweg zu finden ist manchmal gar nicht so leicht.

  2. Sehr interessantes Thema. Ich habe keine Kinder und kann es daher nicht beurteilen inwiefern man welches Kind in die Thematik mit einbezieht. Aber ich finde, und gerade wenn sich euer Sohn schon solche Gedanken macht, dass man Kindern erzählen muss was in der Welt passiert. Sicherlich muss man Ihnen nicht die Bilder zeigen und was alles passiert. Aber ich denke schon das man ihnen kinderleicht erklären sollte was passiert, das auch Kinder flüchten, vielleicht überlegen wie man helfen kann. Pakete fürs Flüchtlingsheim vorbereiten wo man Geschenke reinlegt (ich weiß nicht ob so was geht). Aber es wäre sicherlich süß wenn euer Sohn ein Paket für ein Flüchtlingskind packen könnte. Wie du schon sagst wächst er in dieser Welt auf und er muss wissen was um ihn rum passiert, das es nicht jedem gut geht und er sich glücklich schätzen kann, wie er aufwachsen kann. Nur meine Meinung, als Mutter sieht man alles vielleicht ganz anders 🙂

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