Allgemein

Im Mauerkübel ertrunken

Ein 16 Monte alter Junge ist im Garten einer Kindertagespflegeeinrichtung in einem mit nur ein paar Zentimeter mit Wasser gefülltem Mauerkübel ertrunken.

Wie kann es sein, dass ein kleines Kind in einer Kindertagespflege sterben muss? Schon die ganze Woche mache ich mir über dieses Thema Gedanken, denn bei uns in der Gegend ist das am Montag leider zur Wirklichkeit geworden.

Mir wird ganz schlecht bei dem Gedanken, denn auch eines meiner Kinder hätte das sein können. In dieser Einrichtung werden bis zu 9 Kinder von 2 Tagesmüttern betreut. Der Betreuungsschlüssel ist gesetzlich in Ordnung, aber wie konnte es denn trotzdem soweit kommen? Eine Tagesmutter fand den Jungen und versuchte noch das Kind zu reanimieren, es verstarb jedoch leider im Krankenhaus.

Aber mal ganz ehrlich: warum stehen einige gefüllte Mauerkübel auf einem Grundstück auf dem Kinder spielen? War sich vielleicht keiner dieser Gefahr bewusst? Ich muss selber ehrlich sagen, ich hätte mir darüber auch keine Gedanken gemacht, aber ich trage ja auch keine Verantwortung für fremde Kinder. Eine Schuldzuweisung für die Tagesmütter bringt natürlich nichts, sie werden so schon genug leiden.

Betreuung

Muss ich mir Gedanken machen mein Kind in Betreuung zu geben? Ist der Betreuungsschlüssel einfach zu niedirg? Man kann bei neun Kindern schließlich nicht überall seine Augen haben und auch in Kindergärten sind es oft zu wenig Erzieher. Natürlich können Unfälle überall passieren, aber wenn ich mein Kind in fremde Hände gebe, habe ich Vertrauen zu diesen Personen. Dann vertraue ich darauf, dass diese Menschen ein Auge auf mein Kind haben. Was ist also schief gelaufen? Sind 2 Personen für 9 Kinder im Alter von 4 Monaten bis 3 Jahren einfach zu wenig?

Wasser

Uns sollte wirklich bewusst sein, dass auch schon kleine Pfützen für Kinder zur Gefahr werden können. Deshalb sollte man Kinder nie alleine in die Nähe von Wasser gehen lassen, bzw. alle Orte an denen eine Gefahr besteht, absichern. Sei es einen Zaun um einen Teich machen oder einen festen Deckel, den kein Kind runter bekommt, auf eine Regentonne. Wir haben auch einen kleinen Pool im Garten. Seit dem der dort steht, habe ich immer ein Auge nach draußen, wenn der Sohn dort alleine spielt. Ich werde zukünftig jedes Gefäß mit Wasser leeren, damit meinen Kleinen nichts passiert. Denn wenn ein Kind ertrinkt, kann es nicht nach Hilfe rufen. Es passiert alles ganz still und man bekommt es einfach nicht mit.

 

Ich mag mir nicht vorstellen was die Eltern des Jungen gerade durchmachen müssen. Es zerreißt mir das Herz, denn dieser kleine Junge hatte noch sein ganzes Leben vor sich!

 

Unterschrift

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Oh ja, das ist traurig und erschreckend. Unsere Kinder gehen auch zu einer Tagesmutter und ab August in die Kita. Da hab ich jetzt irgendwie auch leichte Panik, dass sowas passieren könnte.

    Die armen Eltern. Unfassbar was sie da erleben mussten/müssen.

    Liebe Grüße
    Anja von http://www.familiewitz.de

    • Angst wollte ich dir damit jetzt aber nicht machen. Ich frage mich einfach nur, warum so etwas überhaupt passieren konnte. Bin immernoch fassungslos!

      Liebe Grüße,
      Sarah

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.