Familienleben

Kinder in Bewegung

Bewegung ist für Kinder sehr wichtig. Können sie ihren Bewegungs- und Entdeckungsdrang nicht vollständig ausleben, dann bekommt man als Erwachsener die Quittung: ein dauernörgelndes Kind, welches den ganzen Tag nur Blödsinn anstellt und am Abend nicht schlafen möchte, weil es einfach noch nicht müde genug ist. Gerade deshalb freue ich mich schon auf den Frühling, denn bei schönem Wetter im Garten macht es mir dann so richtig Spaß.

Was mir persönlich sehr wichtig ist: unsere Kinder sollen sich von Anfang an auch unabhängig vom Wetter austoben können. Deshalb finde ich Sportvereine sehr wichtig (ja, das sage ich als Sportlegastheniker).

Der Sohn

Mit dem Sohn habe ich kurz nach seinem ersten Geburtstag mit dem Kinderturnen begonnen. Die Leiterin war super und was sie als Parkour aufgebaut hat ebenfalls. Allerdings mochte ich die Halle in der es stattgefunden hat so gar nicht, denn es war einfach nur dreckig dort. Ich bin dennoch weiter dorthin gegangen, weil der Sohn es toll fand und die anderen Eltern auch super lieb waren. Irgendwann begann mich aber eine ganz andere grundlegende Sache zu nerven: nach 30 Minuten (von 60 Minuten insgesamt) wurden die Brotdosen in der Halle ausgepackt und mit einem Picknick begonnen. Der Sohn hat dann aufgehört zu turnen und ist nur noch um das Essen herumgekreist. Dafür brauche ich ehrlich gesagt nicht zum turnen fahren, nur um 30 Minuten davon zu essen. Wir sind trotzdem weiter dorthin gefahren, aber als ich wieder anfing zu arbeiten und der Sohn im Kindergarten ständig krank wurde, haben wir dann irgendwann ganz damit aufgehört. Es war einfach zu stressig.

Zum Glück haben wir unseren Garten, der dann zum austoben da war, denn bis zum nächsten Sportversuch dauerte es lange. Schwangerschaft, Stillzeit und Baby haben die Pläne dann etwas durcheinander geworfen.

Mit fast 4 Jahren habe ich den Sohn dann zum Kinderturnen in einem anderen Sportverein angemeldet. Er hat sich so gefreut, aber leider war das auch nicht das richtige für ihn, denn dort kannte er keine anderen Kinder und ab 4 Jahren war das Turnen dann auch ohne die Eltern. Das fand mein Sohn gar nicht toll und als er dann heulend (ich habe in der Umkleide gewartet) aus der Halle kam, weil es ihm einfach zu laut war, habe ich dann noch einmal mit ihm gesprochen und erneut seine Wünsche angehört. Dort sind wir dann nicht noch einmal hingefahren. Er war einfach noch nicht so weit.

Seit November letzten Jahres geht er jetzt ein mal die Woche zum Handballkindergarten. 2 seiner Kindergartenfreunde sind auch mit dabei und deshalb kann ich ihn dort ohne Probleme auch eine Stunde alleine lassen. Den Kindern wird dort wöchentlich spielerisch etwas zum Thema Handball vermittelt und die meiste Zeit dürfen sie in der Halle toben, so wie sie es möchten. Es ist einfach ganz wunderbar. Und was ich auch sehr positiv finde: der Leiter ist ein Mann. Wo haben die Kinder denn überhaupt noch männliche Bezugspersonen außer zu Hause? Bei uns im Kindergarten ist nur ein Erzieher in Ausbildung, sonst sind es nur Frauen. Der Sohn liebt den Handball Kindergarten.

Derzeit nehmen der Mann und der Sohn noch am Wochenende am Papa-Kind-Turnen teil. Das ist eine neue tolle Sache, die im Sportverein angefangen hat. Endlich können die Väter, die unter der Woche durch die Arbeit keine Zeit haben, mit ihren Kindern gemeinsam Sport treiben. Ich finde das besonders toll, denn der Mann und der Sohn brauchen einfach mal mehr gemeinsame Papa-Sohn-Zeit. Sie streiten nämlich sehr gerne, weil sie sich einfach zu ähnlich sind. Ich denke das wird die beiden noch enger zusammen schweißen. Einfach wunderbar ist das.

 

Die Tochter

Mir der Tochter habe ich vor kurzem auch Kinderturnen angefangen. Es wird vom selben Trainer geleitet, wie der Handballkindergarten vom Sohn. Generell ist es für 1-3 jährige Kinder, aber ich darf den Sohn trotzdem mitbringen. Es ist zwar immer etwas stressig, aber primär beschäftigt er sich zum Glück alleine. Das einzige worauf ich achten muss ist, dass er nicht zum großen Rabauken wird und die kleinen Kinder umrennt. Aber das bekommt er wirklich schon sehr gut hin. Die Tochter hat ihren Spaß: klettern, rennen und Bälle durch die Halle schießen, alles was ihr Spaß macht. Es wird keiner zu etwas gezwungen und jeder kann alleine die Parkoure bewältigen. Es ist einfach perfekt für uns!

 

Manchmal wird es mir innerhalb der Woche etwas zu viel mit den ganzen Terminen, aber wenn ich sehe, wieviel Spaß die Kinder haben, dann ist es das wert. Und als der Trainer erzählte, dass manche Grundschulkinder nicht mal mehr in der Lage sind rückwärts zu laufen, da wurde mir erst richtig bewusst, wie wichtig Bewegung für (meine) Kinder ist. Es hat einfach viele Vorteile!

Bis bald,eure Sarah_neu

 

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