Kinder Über mich

Langzeitstillen

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Ich bewundere wirklich alle Frauen die 6 Monate oder länger stillen (oder sogar Langzeitstillen). Für mich ist das aber eigentlich keine Option.

Derzeit ist es für mich okay zu stillen und ich genieße es sogar, aber manchmal freue ich mich auch schon auf die Zeit danach. Irgendwie möchte ich auch mal wieder ganz für mich sein, ohne meinen Körper auf Dauer zu teilen. Das klingt jetzt vielleicht egoistisch aber ich finde, dass man als Mutter trotzdem das Recht hat so etwas zu sagen.

Ich liebe meine Tochter, dennoch ist das stillen echt kräftezehrend und manchmal auch nervig. Da hat man gerade angefangen irgendetwas zu erledigen und dann hat das Kind wieder Hunger. Der Mann kann da auch Dauer leider auch nicht helfen. Irgendwann muss ich los und Dinge die ich gerade tue wieder unterbrechen. Außerdem ist die Tochter derzeit sehr zappelig beim stillen und lässt sich ständig ablenken, trinkt dann nur wenig und möchte dann auch schnell wieder an die Brust.

10899130_796908313715719_227581834_nMeine Tochter hat derzeit ca. alle 2 Stunden Hunger. Das ist für mich okay, allerdings stille ich während eines Schubs sogar stündlich und das frustriert mich dann auch. Ständig das Gefühl das Kind wird nicht satt und trotzdem wissen, dass es nur ein Schub ist und sich bald wieder ändert. Wie oft ich schon zufüttern wollte. Es hat aber von Anfang an (bis auf die eine Flasche im Krankenhaus) nie funktioniert.

Das ist für mich auch das nächste Problem. Auch wenn ich jetzt sagen würde, ich möchte nicht mehr stillen, kann ich es mir derzeit nun mal gar nicht aussuchen. Da die Tochter bisher nicht aus der Flasche trinken möchte habe ich keine Wahl.

Könnte ich ihr wenigstens mal ab und zu die abgepumpte Milch geben, das würde für mich eine echte Erleichterung sein. Mehr Zeit für den Sohn und mehr Zeit für mich. Außerdem ist es für mich nicht leicht in der Öffentlichkei zu stillen. Würde das mit dem Fläschchen klappen und könnte ich mich in der Öffentlichkeit überwinden, dann könnte ich mir auch vorstellen viel länger durchzuhalten.

Die Tochter weint jetzt schon sehr oft wenn sie uns essen sieht. Deshalb habe ich die Hoffnung ab nächsten Monat (wenn sie 4 Monate ist) ein paar Mahlzeiten mit Brei zu ersetzen. Das verschafft dann auch wieder mehr Ruhe für mich und dann sehe ich das ganze Thema vielleicht etwas lockerer.

10903394_1577411145803868_1168339206_nStillen ist eine tolle Sache aber wenn man keine Wahl hat, fühlt man sich wirklich eingeengt. Für das Kind ist es auch sehr gesund, aber als Mutter sollte man dennoch nicht darunter leiden müssen.

Im großen und ganzen genieße ich das stillen derzeit noch und werde auch noch länger durchhalten (müssen). Meine Tochter weiß schon genau was das Beste für sie ist.

Auf die Zeit danach freue ich mich aber genauso. Endlich wieder Essen und Trinken was ich möchte und auch mal wieder für ein paar Stunden ohne die Kinder das Haus zu verlassen.

10919262_395869080580894_2033124028_nMan sollte sich als Mutter und Frau nicht vergessen, denn man hat auch ein Leben und nur so kann man den Kindern gerecht werden. Ob man es nun für egoistisch hält oder nicht, jeder hat das Recht zu leben wie er möchte. Stillend für kurze Zeit, Langzeitstillen oder eben auch direkt das Fläschchen geben.

Bis bald,

eure Sarah

 

6 Kommentare

  1. Balletinamaedchen

    Ich verstehe dich so gut…ich genieße das Stillen momentan auch noch, für mich ist das Stillen aber manchmal auch eine Last. Zwar nimmt der Kleine eine Flasche, aber keine eingefrorene Milch. Und mal nebenher ein oder zwei Portionen Milch abpumpen is nicht drin…also auch keine Freiheiten. Ich komme mir dann auch manchmal egoistisch vor, aber so ewig möchte ich auch nicht mehr stillen, v.a. Weil ich auch nachts momentan alle zwei Stunden „ran“ muss. Das zerrt momentan ganz schön an meinem Nervenkostüm.
    Ich finde, dass wir stolz sein können auf das, was wir schon geschafft haben!

    • Alle 2 Stunden in der Nacht kenne ich von meinem Sohn. Bei der Tochter stille ich zwischen 1-3x die Nacht.Das ist schon Luxus für mich:)Du hast recht, wir sollten stolz sein👍Vielleicht wird es ja nochmal einfacher für uns!

  2. Auch ich kann dich sehr gut verstehen und bewundere dein Durchhaltevermögen. Das hatte ich damals nicht. Bei mir hat es gar nicht geklappt mit dem Stillen. Meine Tochter wurde nie satt. Deshalb hat sie am Anfang über 1,5 Stunden getrunken und wollte nach einer kurzen Pause von einer halben Stunde gleich wieder was. Ich glaube, ich hatte nur Magermilch 😉 Zum Glück hat sie die Flasche genommen. Ich habe dann nach 9 Wochen ganz aufgehört.
    Ich drücke dir die Daumen, dass es bald einfacher wird!

  3. Hi,mir ging es ahnlich und ich war auch froh als ich mit Brei anfangen konnte. Zum Glück hat der Mäusebär dann auch die Flasche wieder akzeptiert, denn er braucht nachts noch was und die Milchbar war irgendwann leer.:-) lg Nina

    • Wir fangen nächsten Samstag mit Brei an. Ich bin schon echt gespannt wie es ihr schmeckt. Da sie immer schmatzt wenn wir essen und sogar manchmal weint, weil sie nichts bekommt, warten wir nicht mehr länger! Mit der Flasche probieren wir immer wieder, bisher leider ohne Erfolg. Lg

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