Gastbeitrag Wohntraum (Blogreihe)

Life is better on the farm

Unser Traum vom wohnen war ein langer steiniger Weg. Eigentlich fing es schon an als wir unsere erste Tochter bekamen, aber das wussten wir damals noch nicht. Wir, das sind mein Mann Marc und ich, Katarina. Wir wohnen im Hamburger Speckgürtel auf einem Bauernhof (ohne das es unser Bauernhof ist).

Bis Mai 2015 wohnten wir noch in einer 3 Zimmer Wohnung, 76qm mit 5 Personen. Marc, Katarina und Kind 1, Kind 2 und Kind 3. Es war nett, kuschelig aber mit mobil werdenden Zwillingen viel zu klein. Kein Garten nur ein Balkon und nette aber eher ältere Nachbarn.

Vor der Schwangerschaft mit den Zwillingen hatte ich eine Ausbildung zur Tagesmutter gemacht, der Plan war mit einer Freundin zusammen die Kinder zu betreuen: Sie stellte die Räumlichkeiten und ich würde “einziehen”. Alles war perfekt ich hatte quasi meinen Abschluss in der Hand und dann machten uns die Behörden einen Strich durch die Rechnung. Alles was eben noch abgesegnet und abgenickt worden war, ging plötzlich nicht mehr. Also mussten wir unseren Plan das zusammen zu machen aufgeben. Sie hatte Räumlichkeiten und stand alleine da, ich hatte keine Räumlichkeiten und stand auch alleine da. Mein Mann und ich wollten “der Kinder wegen” sowieso umziehen wieso dann nicht gleich in ein kleines Haus?
Um es etwas kürzer zu halten: Wir suchten uns dumm und dusselig und immer wenn wir einen potentiellen Vermieter fanden der uns vielleicht mit “so vielen Kindern!” nehmen würde, machte uns die Aussage “Ähhh jaaa… also wir bräuchten dann Ihre Genemigung das wir das Haus auch gewerblich nutzen dürfen, ich plane als Tagesmutter zu arbeiten.”  einen Strich durch die Rechnung. Die netteste Reaktion eines Vermieters bzw. der Makler die wir bekamen war ein: “Das ginge eher nicht, Kinder ruinieren die Bausubstanz.”. BÄMM!

Also kamen wir auf die Idee nach einem Haus zum Kauf zu suchen. Zuerst waren wir beeindruckt wie sehr einem doch der Hintern als potentieller Käufer hinterhergetragen wird, dann fanden wir beinahe ein Haus nur um es dann doch nicht zu kaufen. Schauten uns weitere 123862340 Häuser an und landeten dann doch wieder bei unserem Ursprungsplan.  Diesmal allerdings unterstützt von einer Gesetzesänderung ( bisher in Planung) die mich dazu brachte, vorläufig von dem Plan Tagesmutter abzusehen. Und ZACK ohne den Einwand “Tagesmutter” gab es plötzlich wieder mehr Optionen. Türen die nicht sofort zuknallten.

Aber ein Haus fanden wir noch immer nicht. Nichts auf dem Markt. Wir waren uns inzwischen nicht mehr sicher ob es einfach nichts gab, oder ob wir einfach zu viele Kinder haben, nannte uns doch zwischenzeitlich ein Makler “assozial”. Nach anfänglicher Schockstarre dachte ich mir das geht gar nicht und kontaktierte das Hamburger Abendblatt und erzählte unsere Geschichte. Am Tag der Veröffentlichung nahmen wir die ganze erste Seite des Regionalteils ein. Upsi.

Bildrechte: blogprinzessin.de

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Und dann war es plötzlich da: Unsere Farm. Quasi aus dem Nichts. Aufgetaucht durch eine Anzeige die rein gar nichts mit dem Abendblatt zu tun hatte, einer Maklerin die den Termin vergaß und trotzdem haben wir das Haus auf dem Bauernhof bekommen. Jetzt leben wir unseren Traum vom Wohnen. Drei Kids, zwei Kaninchen, riesiger Garten und als direkte Nachbarn 100 Milchkühe.

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Life is better on the Farm.

 

Über die Autorin:

Blogprinzessin

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Katarina, ist 29 Jahre alt und wohnt mit ihrem Mann, Motti (3 Jahre) und den Zwillingen (2 Jahre) in der Nähe von Hamburg. Auf Blogprinzessin.de berichtet sie über ihren Alltag als Großfamilie.

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