Gastbeitrag Wohntraum (Blogreihe)

Mit großem Garten und Nachbarn die wie Freunde sind

Ja, auch unser Traum wäre natürlich ein eigenes kleines Häuschen mit Garten und 5 Zimmern, Wohnküche, einem Spiel- und Tobekeller und einem Kaminofen im Wohnzimmer. Aber nicht weil wir hier, wo wir derzeit wohnen, unglücklich sind, sondern eher aus Platzgründen. Und weil eine größere Mietwohnung in Hamburg kaum bezahlbar ist. Unser Häuschen müsste auch gar nicht groß sein. Unsere Ansprüche sind nicht riesig. Ein Reihenhäuschen mit einem kleinen Gartenstück in das ein Kletterturm mit Schaukel, ein Sandkasten und eine schöne Terrasse mit Grill passt. Und das werden wir auch irgendwann verwirklichen – es muss bloß ein passendes und bezahlbares Objekt im Hamburger Westen gefunden werden. Und das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung.

Bis es soweit ist leben wir hier – in unserem derzeitigen Domizil – schon ziemlich nah dran an unserem „Wohntraum“. Denn wenn wir könnten würden wir hier einfach ein viertes und fünftes Zimmer „anbauen“, den Keller zum Spielkeller umbauen und der Wunsch nach einem eigenen Häuschen würde in weite Ferne rücken. Denn alle Rahmenbedingungen hier sind optimal und stimmen zu 100%.

Wir leben derzeit in einer super geschnittenen 3-Zimmer-Mietwohnung mit knapp 90m² im Hamburger Westen. Das Mietshaus teilen wir uns mit 3 anderen Parteien. Die Elbe ist zu Fuß in 15 Minuten erreichbar. Mit dem Auto in ca. 5. Es gibt jede Menge tolle, grüne Parks mit großen Spielplätzen, die fußläufig erreichbar sind. Die Straße an der unser Mietshaus liegt ist gesäumt von hohen Bäumen und verkehrsberuhigt, da sie in einer Sackgasse liegt. Überall ist es sehr grün. Wir wohnen im Erdgeschoss, über eine Flügeltür im Wohnzimmer gelangt man auf die angeschlossene Terrasse. Dahinter erstreckt sich ein riesiger Gemeinschaftsgarten – fast eher ein Park – mit Spielplatz und jeder Menge Platz zum Toben. Auch hier: jede Menge Grün und viele Bäume, die bei hochsommerlichen Temperaturen Schatten spenden. So wird es nie zu heiß – auch nicht bei 40 Grad im Schatten. Außerdem liegt der Garten fernab der Straße, so dass man die Kinder getrost auch allein draußen spielen lassen kann, ohne ständig Angst haben zu müssen, dass jemand auf die Straße läuft.

Was die Wohnung aber eigentlich zum „Wohntraum“ macht sind – neben den oben genannten perfekten Gegebenheiten – die Menschen um uns herum. Wir haben eine wirklich tolle Nachbarschaft. Der Garten ist meist voller Kinder die miteinander spielen und sich super verstehen. Und auch wir Erwachsenen treffen uns oft im Garten zum Quatschen. Spontan schließen wir uns bei schönem Wetter zum gemeinsamen Grillen zusammen, die Kinder spielen und wir Erwachsenen essen und reden.

Ich finde es unglaublich entspannt, dass die Motte bei schönem Wetter einfach in den Garten düsen kann. Kein lästiges Zusammenpacken von Sachen um in den nächsten Park zu gehen. Kein hektisches Suchen, wenn sie mal auf Toilette muss  Und immer sind andere Kinder da zum Spielen. Überall liegt Spielzeug herum, das von allen Kindern genutzt werden darf, weil jeder von uns darauf achtet, dass nicht einfach ein fremdes Spielzeug eingesteckt oder mutwillig zerstört wird. Und wie sehr ich es genieße, dass ich mich bei schönem Wetter einfach auf die Terrasse oder in den Garten setzen und die Sonne genießen kann. Und eine andere Mami zum Reden ist auch immer da. Gerade in schwierigen Phasen tut mir das extrem gut.

Und wenn das Wetter mal völlig miserabel ist, die Decke auf den Kopf fällt und die Kinder quengelig sind weil akute Langeweile herrscht, besuchen wir uns einfach spontan gegenseitig.

So sind aus anfänglichen Nachbarn mittlerweile fast Freunde geworden, die sich jederzeit gegenseitig aushelfen, Pakete annehmen, auch mal auf die Kinder des anderen aufpassen, während des Urlaubs die Pflanzen versorgen, den Briefkasten leeren und auch sonst nicht nur nebeneinander sondern miteinander leben.

Eben solche, denen man ohne Bedenken auch seinen Schlüssel überlässt. Und die uns jetzt – nachdem die Zwillinge geboren wurden – auch mal bekocht oder für uns eingekauft haben. Deren Türen immer offen stehen – und umgekehrt.

Natürlich wäre ein bisschen mehr Platz schön. Wenn die Zwillinge größer werden und sich die drei Mäuse ein Zimmer teilen müssen, wird das auf Dauer natürlich schon eng. Aber bevor wir nicht etwas vergleichbar Perfektes gefunden haben, will ich hier nicht weg. Würde das alles niemals aufgeben.

Denn genau das macht ein perfektes Wohnen für mich aus: ein Ort an dem man sich zu Hause fühlt, weil einfach alles stimmt. Weil es dort Menschen gibt, denen man wichtig ist. Weil man sich wohlfühlt und einfach glücklich ist – auch ohne riesiges Anwesen und auch wenn wir zusammenrücken müssen.

 

Die Autorin über sich:

Bildrechte: familiemotte.de

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Ich bin Anna, 37 Jahre alt, Mama, gebürtige Rheinländerin aber mittlerweile echtes Nordlicht, Reiselustige, Genießerin, Bücherwurm, Filmfreak, liebe Elefanten und bin neugierig auf alle schönen Dinge des Lebens…

Auf unserem Familienblog Familie Motte gibt es Geschichten aus unserem Familienalltag- mal lustig, mal chaotisch, mal nachdenklich. Dazu gehören natürlich ausführliche Berichte von unseren Reisen und Ausflügen aber auch mal Empfehlungen von Produkten, die uns im täglichen Familienleben überzeugt haben oder uns das Leben erleichtern. Dazu ganz viele Gedanken rund ums Elternsein und auch mal Eltern-Frust.
 
Wir – das sind: mein Mann, die Motte (*01/2012), die Zwillinge Minimotte & Floh (*07/2015) und ich – leben in der schönsten Stadt der Welt – Hamburg –  sind aber auch viel unterwegs, denn wir lieben Reisen und Ausflüge.
Kommt gern mit und nehmt teil an unserem chaotischen, lustigen, erlebnisreichen und manchmal auch stressigen Familienleben.

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