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Perfekt sein ist nicht alles #allesperfekt

#allesperfekt oder doch nicht__neu

Perfektionismus ist ein psychologisches Konstrukt, das versucht, übertriebenes Streben nach möglichster Perfektion und Fehlervermeidung zu erklären.

Wikipedia

Wer ist schon perfekt? Ich kenne bisher niemanden. Natürlich kennt man viele Menschen die denken, sie wären es. Ich zähle mich auf keinen Fall dazu, denn es gibt viele Dinge, die mich an mir selber stören. Es sind meist nur Kleinigkeiten, aber dennoch sind sie da.

3 Dinge fallen mir spontan ein, in denen ich alles andere als perfekt bin und die ich gerne verbessern würde:

  1. Im Haushalt tobt hier wirklich sehr oft das Chaos. Ich versuche Ordnung zu halten, aber gerade wenn ich es ordentlich habe, finden die Kinder es einfach zu langweilig. Dann wird wieder alles heraus geräumt und es sieht so aus wie vorher. Für den Haushalt möchte ich auch nicht auf meine Ruhemomente verzichten. Wenn die Kinder schlafen oder nicht da sind, dann mache ich ganz selten nur den Haushalt, denn sonst würde ich nie zur Ruhe kommen. Die Kinder helfen mir schon sehr, den Haushalt nicht allzu perfekt aussehen zu lassen. Hier wird nun mal gewohnt und gelebt!
  2. Meinen Körper mag ich nach meinen Schwangerschaften gar nicht mehr leiden. Und jetzt mal ehrlich: eigentlich sind die Schwangerschaften gar nicht unbedingt schuld daran. Ich esse auch nach den Schwangerschaften einfach gerne und zu viel und das auch schon in den Schwangerschaften. Außerdem mache ich meist zu wenig Sport und daher kenne ich den Grund allzu gut. Kein perfekter Körper und damit muss ich nicht auf Dauer leben und werde ich auch nicht!
  3. Mir fällt es sehr schwer Ruhe zu bewahren und ich werden viel zu schnell laut im Umgang mit den Kindern. Ich kann lange ruhig bleiben, aber wenn beide Kinder mich den ganzen Tag nur anschreien und Blödsinn im Kopf haben, dann motze ich irgendwann zurück. Ich möchte das nicht, aber es passiert trotzdem manchmal. Ich denke, viele Eltern kennen dieses Problem. Da muss ich mich aber dringend ändern, denn so fühlt sich das nicht gut an!

 

Ein Mensch kann nie vollkommen perfekt sein, irgendetwas wird es immer geben, dass nicht so ist wie man möchte. Viele Personen haben eine perfekte Erscheinung, können dafür aber zum Beispiel keine Ordnung halten. Es gibt Menschen die perfekt kochen können, aber dafür keinen grünen Daumen haben…Ich könnte jetzt noch viele Beispiele nennen, aber ich glaube ihr wisst schon worauf ich hinaus möchte.

Je mehr ein Mensch nach Perfektionismus strebt, um so unzulänglicher ist er oder fühlt sich so. Wäre er wirklich _perfekt_, müßte er nicht so krampfhaft danach streben._neu

 

Der Perfektionismus und ich

Ich finde, dass man sich selber ruhig ändern darf um seine eigenen perfekten Vorstellungen zu erreichen, wenn man sich unwohl fühlt (siehe mein Beispiel oben mit meinem Gewicht). Denn nur wenn man sich selber wohl fühlt, kann man ein glückliches und zufriedenes Leben führen. Auch der Erfolg kommt erst, wenn man so richtig zufrieden ist mit dem was man tut und wie man sich fühlt. Deshalb schadet ein wenig Perfektionismus nicht, um im Leben weiter zu kommen. Trotzdem darf man es nicht zu verbissen sehen, denn so kann der Perfektionismus auch zu einer nervigen und anstrengenden Eigenschaft werden. Ich selber habe meinen Perfektionismus immer als schlechte Eigenschaft in Bewerbungsgesprächen angegeben, denn mir steht dieser auch oft im Weg. Ich würde niemals von anderen verlangen perfekt zu sein, aber mich stören selber auch Kleinigkeiten. Wenn zum Beispiel etwas schief gelaufen ist oder ein Fehler nicht oder noch nicht behoben wurde. Hierbei geht es jetzt nicht um mich als Person, sondern um Dinge, die in der Ausführung gescheitert sind, eben nicht so perfekt geworden sind, wie ich es wollte. Manchmal wünsche ich mir, dass dieser Perfektionismus nicht zu meinen Eigenschaften gehört.

Gerade weil ich manchmal unter meinem Perfektionismus leide, werde ich meinen Kindern folgendes mit auf den Weg geben:

Perfekt sein ist langweilig. Macken machen einen Menschen erst richtig liebenswert. Man muss nicht alles perfekt können, denn der Perfektionismus sollte einem nicht den Spaß am Leben verderben.

Meine Kinder sollen leben können, ohne sich ständig Gedanken über ihr Aussehen oder ihre Fähigkeiten machen zu müssen.

Wie ich schon oben geschrieben habe, darf man sich meiner Meinung nach gerne selber ändern, denn das heißt nicht automatisch, dass man sich verliert. Änderungen können auch positiv sein und seinen eigenen Charakter stärken. Was gibt es schöneres als sich selber im eigenen Körper wohl zu fühlen und mit dem eigenen Geist im Einklang zu sein? Ich finde das stimmt einen Menschen selber sehr positiv. Aber ob man sich für andere ändern sollte, da bin ich mir nicht sicher. Es mag sein, dass andere etwas bemängeln was wirklich wahr ist. Dann kann man sich Gedanken darüber machen, ob man sich für andere und damit auch für sich selber ändern und verbessern möchte. Aber wenn man selber das Problem gar nicht sieht, dann würde ich mich auch nicht für jemand anderen ändern wollen.

 

Der Perfektionismus und die Gesellschaft

Perfektionismus kann die Gesellschaft vorantreiben. Viele Dinge werden immer wieder verbessert um sie für den „Nutzer“ zu perfektionieren. Da hat am Ende schließlich jeder etwas davon. Auf der anderen Seite kann er aber auch schaden. Nehmen wir mal als Beispiel diese ganzen schönen und super schlanken (perfekten?) Models (und nein, so möchte ich nicht sein, ich möchte lediglich Normalgewicht erreichen). Die Gesellschaft nimmt sich ein Beispiel daran und auch die Kinder werden schon mit dem Bild aufwachsen, dass das ganz normale Maße sind und sich eventuell selber und ihre Gesundheit auf das Spiel setzen. Perfektionismus kann ein Segen, aber auch ein Fluch sein!

 

Perfektionismus mit Kindern

Seitdem ich Kinder habe sehe ich viele Dinge lockerer. Weder die Wohnung glänzt, noch ist immer alles aufgeräumt. Man sieht eben, dass wir hier wohnen. Der Schriftverkehr ist nicht ordentlich abgeheftet und der Keller steht voll Babykram, der noch verkauft werden muss. Ich selber brezel mich auch nicht mehr jeden Tag auf. Nein, meine Kinder lieben mich auch am Wochenende in Jogginghose oder in der Woche ohne dickes Make Up im Gesicht. Ein bisschen habe ich den Perfektionismus wohl aufgegeben, aber schaden tut es mir definitiv nicht. Mir zeigt es, dass ich meine Kinder über alles liebe und dafür eben andere Dinge zur Nebensächlichkeit werden.

Ich lebe nicht um perfekt zu sein! Ich lebe um ich zu sein und alles zu genießen, was mir das Leben schenkt!

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade #allesperfekt von der Glucke und So.

Bis bald,eure Sarah_neu

 

 

 

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