Familienleben

Rollentausch

Schub, Schub, Schubidub.

Ja, mit Kindern ist es nicht immer so einfach. Vor allem in Phasen in denen ein Schub da ist.

Zum Glück weiß ich mittlerweile wann es sich um einen Schub handelt. Bei meinem Sohn hat mich das ganze nämlich noch ziemlich verunsichert, doch liest man erst einmal darüber, versteht man das ganze viel besser. Jetzt hat man keine Angst mehr, sondern nimmt diese Zeit nur noch als verdammt anstrengend wahr, ohne sich große Sorgen zu machen.

Meine Tochter hatte die letzten Wochen mit viel schlechter Laune zu kämpfen und war sehr anstrengend und viel am meckern. Genau das passt zu einem Schub. Bei uns kamen zwar noch Zahnungs- und Ohrenschmerzen dazu, aber hauptsächlich muss es der Schub gewesen sein. Manche Tage konnte ich mich keinen Meter von ihr weg bewegen ohne dass sie anfing zu schreien. Oft habe ich sie durch die Wohnung getragen. Das Lachen, was sie sonst so viel tat, war nicht mehr so oft da. Sie hatte ständig Hunger und so musste ich mindestens alle 2 Stunden, oftmals sogar stündlich, stillen. Geschlafen hat sie auch fast nur direkt an meiner Brust und das war auch okay für mich. Hauptsache wir bekommen alle irgendwie etwas Schlaf.  Es war für alle eine sehr anstrengende Zeit und ich leide immer sehr mit.

Seit heute ist sie wie verändert. Sie lacht viel mehr und findet alles komisch. Sie lacht viel öfter mit Geräusch, eben dieses süße typische Babylachen und ist im allgemeinen einfach fröhlicher. Sie hat heute mit größter Freude Brei verschlungen (in den letzten Wochen war es sonst noch nicht so angesagt) und hat nicht einmal Bauchschmerzen davon bekommen (das war bis gestern so). Außerdem möchte sie sich jetzt drehen. Das klappt noch nicht ganz, aber immerhin schafft sie es jetzt endlich bis auf die Seite. Es fehlt also nicht mehr viel. Ich hoffe wirklich, dass wir haben diesen Schub jetzt komplett überstanden haben.

 

Aber auch wenn die Tochter jetzt gut drauf ist, haben wir ja noch ein anderes Kind. Ich weiß gar nicht genau ob man mit 3 Jahren und 8 Monaten noch von einem Schub spricht, aber was anderes kann es seit gestern eigentlich nicht sein beim Sohn.

Ich habe ihn gestern vom Kindergarten abgeholt und wurde gleich von ihm angeschrien „Du solltest mich nicht abholen. Oma sollte das.“ Im Auto bin ich den falschen Weg gefahren, die Jacke wurde nass beim Händewaschen und auch sonst fand er alles ziemlich blöd. Bei jedem kleinen Problem (was er sonst nicht mal als Problem wahrnimmt) wurde geweint und getobt vor Wut und ich habe meinen Sohn kaum wiedererkannt. Am Nachmittag waren wir noch zu Besuch bei Bekannten. Dort war er zumindest gut drauf aber wieder mit nach Hause wollte er dann nicht. Ich hätte ihn fast ohne Jacke und Schuhe zum Auto getragen.

Heute war es nicht anders. Es wurde viel geschrien, ich wurde getreten und gehauen und in der Badewanne hat er sich fast übergeben. Ich musste ihn ja irgendwie waschen (er war komplett voll mit Sand) und er wollte es einfach nicht. Da habe ich es aber einfach trotzdem gemacht und das war ihm natürlich nicht recht. Er ist ein Profi im Hereinsteigern.

Außerdem möchte er derzeit rund um die Uhr essen und ist nie satt. Gerade Mittag gegessen und 15 Minuten später ist er schon wieder total ausgehungert. Es ist einfach anstrengend zur Zeit mit ihm. Aber solche Phasen hatten wir schon oft und irgendwann wird auch diese vorbei sein und ich werde meinen lieben Sohn wieder haben. Auch so ist er zwischendurch lieb aber er steigert sich derzeit einfach in alles hinein und das macht es nicht so einfach für uns alle.

Aber das schaffen wir auch noch. Ich schätze wenn er diese Phase überwunden hat, startet der nächste Schub der Tochter.

Ach, es ist alles nur eine Phase 😉

 

Bis bald,

eure Sarah

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