Erziehung Kinder

Stillwahnsinn

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Seit ca. einer Woche macht meine Tochter die Nahrungsaufnahme zu einem Kampf für mich. Ich stille wirklich gerne und genieße es total. Das kuscheln dabei ist einfach toll und die gemeinsame Zeit für mich sehr wertvoll. Meine Tochter scheint es auch zu genießen. Allerdings für mich mittlerweile viel zu oft. Das klingt jetzt vielleicht gemein aber ich habe hier ja auch noch einen Sohn und um den muss ich mich ja auch noch kümmern. Jeden Tag wurden die Abstände zwischen den Mahlzeiten geringer. Von den eigentlichen drei Stunden Abstand, der mir sehr gefällt, ging es erst zu zwei Stunden. Damit kann ich auch noch leben. Dann war es nur noch eine Stunde. Seit Vorgestern waren wir dann teilweise bei nur noch fünfzehn Minuten zwischen den Mahlzeiten. Das hat mich dann echt fertig gemacht.

Es können natürlich verschiedene Möglichkeiten dahinter stecken:

1. Wachstumsschub

Um den 10. Lebenstag soll dieser stattfinden. Könnte passen aber da sich das ganze schon seit Tagen entwickelt kann ich es mir eigentlich nicht vorstellen.

2. Zu wenig Milch

Auch das sollte bei mir nicht der Grund sein. Ich könnte noch ein zweites Kind ernähren von der Menge her gesehen.

3. Die Milch ist nicht gehaltvoll genug

Ich schätze das könnte ein Grund sein. Bei meinem Sohn hatte ich das gleiche Problem. Habe trotzdem 4 Monate voll gestillt und stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch weil er teilweise alle 30 Minuten trinken wollte.

4. Clusterfeeding

Es bedeutet das der Säugling über eine längere Zeit häufig an die Brust möchte und dabei immer wieder einschläft und sobald er wieder wach ist geht das Spiel von vorne los. Diese Kinder bunkern die Milch für die Nacht und haben Angst nicht genug zu bekommen. Da der Magen ja auch noch zu klein für größere Mahlzeiten ist ist dies ja auch kein Wunder. Auch das könnte bei mir ein Grund sein. (der Tipp kam von einer anderen Mutter bei Twitter, danke 🙂 )

 

Da ich mit meinen Nerven am Ende war und einfach dachte die Milch ist nicht gehaltvoll genug habe ich zugefüttert und die Tochter war plötzlich zufrieden.

Nachdem ich mit meiner Hebamme gesprochen haben hat sie mir den Tipp gegeben nach jeder Stillmahlzeit zuzufüttern. Manche von euch werden jetzt denken „warum empfiehlt eine Hebamme sowas“. Ich habe ihr gesagt das ich das nicht wieder so möchte wie bei meinem Sohn. Ich muss mich ja jetzt schließlich um 2 Kinder kümmern. Deshalb war ich über ihre Idee sehr dankbar.

Die Tochter mag allerdings keine Flaschen. Nur einmal hat sie daraus getrunken und danach dann lieber so lange geschrien bis sie wieder an die Brust durfte. So habe ich mich jetzt meinem Schicksal ergeben und werde weiter durchhalten. Für den Notfall habe ich zwar das Milchpulver hier stehen aber hoffe das ich trotzdem die ersten 4 Monate durchhalte und voll stillen kann. Aber was bleibt mir auch anderes übrig wenn die Tochter keine Flasche möchte!?

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