Familienleben Oft gelesen

Was ist schon normal?

Wenn man erst einmal Mutter oder Vater ist, lernt man viele Dinge schätzen die sonst einfach nur normal waren.

 

Haushalt

Haushalt, was war das nochmal? Ohne Kinder ist es ganz einfach Ordnung zu halten, aber aufräumen mit Kindern ist wie Zähne putzen mit Nutella.

Putzt man ohne Kinder mal schnell das Bad oder die Küche geht das ganz schnell. Mit Kindern muss man nebenbei noch aufpassen was die Kleinen so anstellen. Passt man nicht auf, kann man oft nochmal von vorne anfangen mit putzen.

Als Mutter freut man sich schon, wenn man mal kinderfrei hat und was macht man da meistens? Genau, in Ruhe putzen! Man könnte so viele tolle andere Dinge unternehmen, aber aufräumen und das ganz in Ruhe ist einfach ein Traum. Man schafft richtig viel und das in kürzester Zeit.

Und wenn die Kinder dann wieder zu Hause sind? Tja, eigentlich war aufräumen und putzen umsonst, denn warum sollte man die dreckigen Schuhe an der Tür ausziehen? Warum sollte das Spielzeug das gerade ins Kinderzimmer geräumt wurde dort bleiben? Kissen auf dem Sofa? Ist ja langweilig, die gehören auf den Fußboden.

Also ihr lieben Leute ohne Kinder, genießt die Zeit beim aufräumen, wenn ihr dann mal Kinder habt, geht es nicht mehr so einfach und man kann es vor allem nicht machen, wenn einem danach ist, denn dann wollen die Kinder das ganz bestimmt nicht!

Freund, wenn Du dieses Haus betrittst,
vieles nicht ganz sauber blitzt.
Du merkst, dass es hier Kinder gibt,
die man mehr als das Putzen liebt.

Da gibt es Spuren an den Wänden,
kreiert von flinken kleinen Händen.
Wir machen das mal später weg,
jetzt spielen wir zuerst Versteck.

Spielzeug liegt an jedem Ort,
doch eines Tages ist es fort.
Die Kinder sind uns nur kurz geliehen,
bis sie erwachsen von uns ziehen.

Dann wird auch alles aufgeräumt,
dann läuft der Haushalt wie erträumt.
Jetzt aber freuen wir uns an unseren Gören
und lassen uns dabei nicht stören. (Unbekannt)

 

Schlaf

Man war lange feiern oder ist einfach mal so spät ins Bett gekommen. Man möchte einfach nur ausschlafen. Ohne Kinder ist das ganz normal. Wie gerne würde ich mal wieder bis 11 Uhr im Bett liegen bleiben.

Aber desto länger man am Abend wach war, desto früher werden die Kinder wach. So will es das Gesetz! Die Kinder wieder zum schlafen zu bewegen ist eher schwer wenn sie Pipi müssen, Hunger haben oder einfach nicht mehr liegen können.

Liebe kinderlose Menschen da draußen, genießt jede Minute die ihr schlafen könnt, denn nicht nur am Morgen muss man früher aufstehen, auch in der Nacht sind die Kinder manchmal putzmunter und wollen dann mal gerade so um 4:30 Uhr aufstehen. Also genießt die Zeit. Wirklich! Genießt es!

Und an alle Eltern: Wir werden die Zeit auch schaffen und wenn die Kinder dann groß sind, können wir sie nach einer Partynacht einfach mal um 6 Uhr am Morgen wecken. Mal schauen was die Teenies dann sagen 😉

 

Sex

Im Ehebett? Derzeit kaum möglich, denn da schlafen die Kinder.

Planbar? Lieber nicht, denn dann schlafen die Kinder zu 90% eh schlecht und werden sofort wach.

Machbar? Natürlich, es gibt ja nicht nur das Ehebett.

Mit Vorspiel? Können sie gerne versuchen, wenn sie beobachtet werden möchten 😉

 

Ausgehen

„Wollen wir heute Abend ins Kino?“- „Ja klar, super Idee.“

So einfach ist das mit Kind natürlich nicht. Es muss mindestens eine Woche vorher geklärt werden wer denn Zeit hat aufzupassen, denn die Kinder kann man ja nicht einfach überall mit hinnehmen. War man als kinderloses Pärchen noch spontan, geht das mit Kindern nicht mehr so einfach. Vielleicht hat man manchmal Glück schnell einen Babysitter zu finden, aber generell ist das eher schwierig.

Ach und wisst ihr was auch immer ganz toll ist? Zu 80% ist das Kind dann krank wenn man ausgehen möchte und dann war die ganze Planung wieder für die Katz.

 

Ruhe

Jetzt lege ich mich einfach mal aufs Sofa und lese ein Buch oder höre Musik. Wenn die Kinder da sind sind solche Momente undenkbar. Denn genau dann finden sie einen direkt und unterbrechen die Ruhe.

Solche Momente waren für mich selbstverständlich, vor allem am Wochenende. Aber was ist schon mit Kindern selbstverständlich? 😉

 

Fernsehschauen

Heute Abend mal ganz in Ruhe einen Film schauen, das wäre jetzt toll. Manchmal klappt das auch mit Kindern aber generell haben die Kinder dann ganz andere Pläne für den Abend.

Das Kind hat Durst, muss Pipi, hat Hunger, ach ja nochmal Durst, möchte spielen, kann nicht schlafen, hat Husten und/oder muss brechen, oje ein nasses Bett,… (Sie dürfen die Liste jetzt endlos weit fortführen).

 

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Einfach mal in Ruhe einen Kaffee trinken. Nur 5 Minuten hinsetzen das wäre schön. Wenn keine Kinder da sind funktioniert das wunderbar um runter zu kommen. Schreit daneben aber ein Kind oder möchte lieber etwas spielen ist es mit der Erholung dahin. Der Kaffee schmeckt natürlich trotzdem und als Eltern gewöhnt man sich auch daran kalten Kaffee zu trinken. Und man glaubt nicht wo man in den nächsten Tagen überall Kaffeetassen entdeckt.

 

Badezimmer

Hatte man früher genug Zeit im Bad, so muss es heute alles immer ganz schnell gehen. Nebenan hört man entweder ein Kind schreien (es sei denn es sitzt in der Wippe direkt daneben und schreit trotzdem) oder es ist plötzlich so still und man hat Angst das Kind könnte irgendetwas anstellen (Fügen Sie hier jedes beliebige Beispiel ein, denn es gibt genug Dinge die den Kleinen so einfallen).

Was eigentlich auch ganz normal ist, dass man auf dem stillen Örtchen alleine ist. Nicht mit Kind, denn entweder möchte das Kind nicht alleine sein oder es muss ganz genau wissen, was man gerade macht „Mama, machst du AA oder nur Pipi?“ (Ich will nicht wissen welche Nachbarn das schon genau in dem Moment mitbekommen haben, denn leise wird dann nicht gefragt). Auch nett, wenn das Kind genau in dem Moment auch auf die Toilette muss. Hat man doch kurz vorher nachgefragt, so hat das Kind schon 2 Minuten später die Meinung, ähhhh ich meine den Drang auf Toilette zu müssen, geändert. Und eigentlich will man die Zeit doch nur nutzen um schnell alle neuen Tweets zu lesen…

Auch alleine duschen ist ein Luxus. Gerne wird dabei Kindermusik gehört und das halbe Kinderzimmer zum Spielen ins Badezimmer geholt. Stolpern beim Aussteigen aus der Dusche ist natürlich inklusive.

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Aber wisst ihr was, Kinder sind einfach trotzdem toll und ich möchte meine nicht mehr missen:

Ein Kind macht unser Zuhause glücklicher, die Liebe stärker, die Geduld größer, die Hände ruhiger, die Nächte kürzer, die Tage länger und die Zukunft heller.

Werner Bethmann

Bis bald,

eure Sarah

7 Kommentare

  1. Meine sind mittlerweile fast 3 und bald 5 – ich kann dir Hoffnung machen – manche Dinge werden besser, andere sind bei uns auch heute noch so

  2. Hallole, irgendwie verschluckt deine Seite immer den halben Kommentar… :-/

    • Hallo! Das ist echt komisch. Bisher besteht das Problem nur bei dir. Wir haben auch mehrmals getestet. Hat immer geklappt. Ich kann mir das echt nicht erklären. Tut mir leid

  3. Morgen,
    ich schrieb immer übers Handy, vllt ist das ein Hinweis/Erklärung!? Lg

  4. Huhu!

    Ich musste den kompletten Beitrag grinsen, und ich kann dir sagen, die Liste lässt sich noch ins Unendliche erweitern… einkaufen, Arzttermin, Frisör… etc etc. Meine Rasselbande fängt bei 1,5 Jahren an, geht weiter über 7+11 Jahre und hört bei fast 18 auf, ich hab also aus jeder Phase was dabei, und ich kann dir sagen: morgens um 6 Uhr die Teenies wecken ist nicht, da kann ne Bombe einschlagen neben ihnen, die hören das nicht. Einzig ein Waschlappen triefend nass mit kaltem Wasser *fies grins*
    Aber meist ist man dann zu faul um dann aufzustehen, weil man froh ist dass man selbst mal wieder ein wenig liegen bleiben kann 🙂

  5. An solche Zeiten kann ich mich auch noch gut erinnern, als ich 99% meiner Zeit mit den Kleinen verbracht habe. 🙂
    Mittlerweile sind beide in der Schule, da bleibt wieder mehr Zeit für Beruf, Partnerschaft und Haushalt… Zumindest an den Vormittagen, aber danach ist auch wieder volles Programm – Mittagessen kochen, Hausübungen erledigen, Taxifahrerin und Entertainerin spielen – es gibt immer genug zu tun. Mutter sein ist einfach ein Full-Time-Job, der gute Nerven und Organisation abverlangt, aber vor allem auch ganz viel Spaß macht. 🙂

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