Familienleben Oft gelesen

Wie man es macht, macht man es falsch

Mutter oder Vater sein kann einem ganz schön schwer gemacht werden, denn viele Menschen, gerne auch Menschen ohne Kinder, wissen vieles besser und müssen es einem immer wieder unter die Nase reiben. Ich habe für euch mal ein paar Beispiele zusammengestellt:

Schwangerschaft

Gerade in der Schwangerschaft meint es schon jeder besser zu wissen. Viele beziehen sich noch auf Daten die schon Jahre alt sind.

So habe ich mal gehört, ich soll bloß keinen Kaffee trinken, das könnte Schädigungen beim Kind hervorrufen. Es ist schon klar, dass man nicht übermäßig viel Kaffee trinken darf, aber 1-2 Tassen schaden nicht.

„Mach keinen Sport, es könnte zu einer Fehlgeburt kommen.“ Oder auch im Gegenzug „Mach Sport, dann ist die Schwangerschaft leichter und die Geburt auch.“ Und wie macht man es nun richtig? Ich persönlich hatte das Schwimmen für mich entdeckt.

Kinderkleidung

Ist man erst einmal schwanger kommen direkt die ersten Tipps unter anderem auch von Leuten die selber noch keine Kinder haben. So sagte eine Bekannte zu mir: „Setz dem Kleinen bloß immer eine Mütze auf.“ Aber warum muss man so etwas immer noch betonen, was doch eh schon selbstverständlich ist? Solche Dinge gingen mir schon in der ersten Schwangerschaft ziemlich auf die Nerven. Man möchte doch selber testen und ausprobieren und nicht ständig irgendwelche Ratschläge bekommen. Ist zwar alles nett gemeint, aber in der Schwangerschaft macht man sich andere Gedanken.
Warum setzt du deinem Kind bei diesem Wetter eine Mütze auf?“ Ja, auch anders herum habe ich diese Frage schon gehört. Als Eltern weiß man wohl noch genau was für den Nachwuchs am besten ist.

An heißen Tagen habe meinem Sohn als Baby auch schon kurze Kleidung angezogen. Da wurde ich auf die Ozonschicht hingewiesen und ich habe dann darauf hingewiesen das der Kleine im Schatten liegt und nicht schwitzen möchte.

Familienbett

Lass dein Kind bloß nicht mit im Ehebett schlafen, so liest und hört man es ständig. Dadurch dass ich genau diesen Ratschlag am Anfang befolgen wollte, waren die ersten Nächte eine Qual. Ständig liefen wir durch die Wohnung, denn der kleine Mann wollte natürlich nicht in seinem Bett schlafen.
Irgendwann sagt mein Mann: „Wir legen ihn jetzt mal in die Mitte des Bettes!“ Und so wurden die Nächte endlich ruhiger. Warum haben wir das nicht gleich so gemacht? Die Angst das Kind zu erdrücken oder es könnte ersticken waren schnell weg, denn die Nacht wurde so für uns alle angenehmer und dem Kleinen gefiel es.
Die Kinder werden das Ehebett nie mehr verlassen, das meinen auch viele Eltern oder eben solche die meinen es besser zu wissen. Das sind ja meist die Menschen ohne Kinder. Aber die wissen auch nicht wie schön das kuscheln mit den eigenen Kindern sein kann. Ich muss ja zugeben, dass ich manchmal den selben Gedanken habe, aber wiederrum habe ich noch von keinem 18-jährigen gehört, der noch im Bett seiner Eltern schläft. Deshalb werde ich das Familienbett weiterhin genießen auch wenn es manchmal schon sehr eng ist.

Trotzphasen

„Ist dein Kind bockig, umarm es doch einfach.“ Ehrlich, ich habe es probiert, aber mein Kleiner mochte es gar nicht.
Oft liest man auch, man sollte das Kind einfach ignorieren und austoben lassen. Das hilft bei uns einfach besser.
Und wie wäre es sich beispielweise einfach mal neben ein tobendes Kind zu schmeißen? Den Rat fand ich wirklich lustig muss ich zugeben.

Medizin

Dem Kind soll bloß kein Antibiotika oder Schmerzmittel (Paracetamol Zäpfchen, Nurofensaft) gegeben werden. Globuli müssen da reichen.
Oder auch:
„Was, du gibst deinem Kind Globuli? Das hilft doch eh nichts!“

Und was bekommt dein Kind? Ich finde gerade diese Entscheidung sollte man von der Situation abhängig machen. Das Kind sollte weder vollgepumt werden, noch eine Krankheit, die antibiotische Behandlung bedarf, auf die leichte Schulter genommen werden.

Auch so ein Thema ist das Impfen. Lässt man ein Kind impfen könnte es ja zu schlimmen Folgen kommen. Lässt man es nicht impfen könnte es ebenfalls schwer krank werden und andere Menschen anstecken. Gut, ich muss zugeben in diesem Bereich habe ich auch eine feststehende Meinung, aber das ist ein anderes Thema.

Mein Fazit

Man kann es als Eltern so keinem recht machen. Egal wie man es macht, andere wissen es sowieso meist besser. Aber wisst ihr wie ich das sehe? Ich kenne meine Kinder und weiß was am besten für sie ist. Schließlich müssen auch wir mit den Konsequenzen leben und haben unsere Kinder vielleicht noch bis zum 18.Geburtstag bei uns im Bett 😉

 

Bis bald,

eure Sarah

1 Kommentar

  1. Ohjaaa, das kommt mir alles so bekannt vor! Sehr schön geschrieben. Über diese ganzen Ratschläge habe ich vor einiger Zeit auch mal geschrieben, falls Du magst, schau mal hier: https://ganznormalemama.wordpress.com/2015/01/04/das-kind-braucht-doch-eine-mutze-kaum-ist-man-mama-kommen-die-ratschlage-von-allen-seiten/ – ah vor allem dass mit der Mütze… ich kann es nicht mehr hören!

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