Blogparaden Familienleben

#wirsindallefreigeboren – Das Recht auf Bildung

Wusstet ihr, dass die UN Kinderrechtskonvention mit 54 Artikeln in Deutschland anerkanntes Recht ist? Ich wusste das nicht und bin deshalb sehr dankbar, dass Alu von Grosse Köpfe und Susanne von Geborgen Wachsen zu der Blogparade #wirsindallefreigeboren aufgerufen haben. Es gibt spezielle Kinderrechte als auch Rechte, die im Grundgesetz verankert sind, die jedes Kind von Geburt an hat.

Ich möchte euch etwas über das Recht auf Bildung (Schule und Berufsausbildung) erzählen.

Das Recht auf Bildung ist nicht nur ein Recht der UN Kinderrechtskonvention, sondern noch viel mehr, denn es ist ein allgemeines kulturelles Menschenrecht. Jedes Kind, nein sogar jeder Mensch, hat das Recht auf Bildung. Jeder, der etwas lernen möchte, darf dies tun.

 

Kinder

Kinder sind neugierig, aktiv, stecken voller verborgener Talente. Alle Kinder!

Chancengleichheit für alle Kinder ist ein wichtiger Grundstein für die Zukunft. Nur mit Bildung können verborgene Talente entdeckt und gefördert werden. Durch Bildung wird die Welt für Kinder „eröffnet“. Kinder können die Dinge plötzlich ganz anders sehen und verstehen. Sie bekommen Zugang zu Wissen, welches ihnen in der Zukunft viele Türen öffnen kann. Bildung ist wichtig und essenziell!

 

Bildung in Deutschland

Hier in Deutschland werden alle Kinder mit der Vollendung des 6. Lebensjahres schulpflichtig. Bei uns dürfen die Kinder lernen ohne Schulgeld bezahlen zu müssen.

Kennzeichnend für das deutsche Schulsystem ist die Gliederung der unterschiedlichen Schulformen ab der Sekundarstufe 1, also die Zeit, die nach der Grundschule folgt. Außerdem gibt es die integrativen Schulformen. So können alle Kinder ihren Stärken nach gefördert werden. Außerdem haben Schüler ab Jahrgangsstufe 10 einen Anspruch auf eine staatlich finanzielle Unterstützung, wenn dringende Gründe vorliegen. Unabhängig von der Kritik am Deutschen Schulsystem, ist es hier für jedes Kind möglich eine Schule zu besuchen.

Hat man sein Abitur geschafft, bzw. die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife erreicht, ist man berechtigt die Hochschule zu besuchen. Diese kann man erreichen, indem man die Oberstufe des Gymnsiums erfolgreich abschließt, bestimmte berufsbezogene Bildungsgänge erfolgreich beendet oder z.B. auch an Abendschulen oder in Fernlehrgängen den Abschluss macht. Deutschland bietet viele Möglichkeiten um sein persönlich erwünschtes Bildungsziel zu erreichen.

Jeder Person sollte eine Beratungsmöglichkeit zustehen. Eine Bildungs- und Berufsberatung findet statt durch Bildungsverwaltungen (Kultusministerien und Wissenschaftsministerien der Bundesländer) als auch durch die Arbeitsverwaltung, der Bundesagentur für Arbeit.

In Deutschland wird der regelmäßige Schulbesuch gefördert. Hierbei ist es wichtig, dass die Menschenwürde gewahrt wird, d.h. für uns in Deutschland, dass Erziehungsmaßnahmen (Gespräche, Strafarbeiten, usw.) Vorrang vor Ordnungsmaßnahmen (Verweis, Ausschluss aus dem Unterricht, usw.) haben. Was in Deutschland zum Glück seit langem verboten ist, ist die Prügelstrafe im Unterricht.

 

Und hier ist der passende Paragraph dazu: Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention

Artikel 28
(1) Die Ver­tragsstaaten erken­nen das Recht des Kindes auf Bil­dung an; um die Ver­wirk­lichung dieses Rechts auf der Grund­lage der Chan­cen­gle­ich­heit fortschre­i­t­end zu ere­ichen, wer­den sie insbesondere

  1. den Besuch der Grund­schule für alle zur Pflicht und unent­geltlich machen;
  2. die Entwick­lung ver­schiedener For­men der weit­er­führen­den Schulen all­ge­mein­bilden­der und berufs­bilden­der Art fördern, sie allen Kindern ver­füg­bar und zugänglich machen und geeignete Maß­nah­men wie die Ein­führung der Unent­geltlichkeit und die Bere­it­stel­lung finanzieller Unter­stützung bei Bedürftigkeit treffen;
  3. allen entsprechend ihren Fähigkeiten den Zugang zu den Hochschulen mit allen geeigneten Mit­teln ermöglichen;
  4. Bil­dungs– und Berufs­ber­atung allen Kindern ver­füg­bar und zugänglich machen;
  5. Maß­nah­men tre­f­fen, die den regelmäßi­gen Schulbe­such fördern und den Anteil der­jeni­gen, welche die Schule vorzeitig ver­lassen, verringern.

(2) Die Ver­tragsstaaten tre­f­fen alle geeigneten Maß­nah­men, um sicherzustellen, dass die Diszi­plin in der Schule in einer Weise gewahrt wird, die der Men­schen­würde des Kindes entspricht und im Ein­klang mit diesem Übereinkom­men steht.

(3) Die Ver­tragsstaaten fördern die inter­na­tionale Zusam­me­nar­beit im Bil­dungswe­sen, ins­beson­dere um zur Besei­t­i­gung von Unwis­senheit und Anal­pha­beten­tum in der Welt beizu­tra­gen und den Zugang zu wis­senschaftlichen und tech­nis­chen Ken­nt­nis­sen und mod­er­nen Unter­richtsmeth­o­den zu erle­ichtern. Dabei sind die Bedürfnisse der Entwick­lungslän­der beson­ders zu berücksichtigen.

 

Andere Beiträge zu diesem wichtigen Thema findet ihr bei Grosse Köpfe.

 

Unterschrift

Quellen:

Recht auf Bildung • Recht auf Schule

https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Kinderrechtskonvention

https://de.wikipedia.org/wiki/Recht_auf_Bildung

 

 

 

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