Gastbeitrag Wohntraum (Blogreihe)

Wohnträume so bunt wie das Leben – immer wieder was Neues

wohntraum
Bildrechte: limalisoy.de

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Die Sache mit dem Wohntraum ist für mich sehr schwankend, denn in dieser Hinsicht habe ich schon eine Menge träumen und erleben dürfen.
Fangen wir mal so an: Mein Wunsch nach Freiraum und eigenen vier Wände war schon in jungen Jahren sehr stark, so dass es mich vom dörflichen Idyll in die Stadt zog. Da wo ich halt das Leben vermutete… Das fand ich dann auch, nur merkte ich, dass es doch nicht so richtig zu mir passte.

Als ich älter wurde, fand ich das Leben in der Stadt dann doch wieder ganz treffend: Es gibt dort alles, was der Mensch braucht. Zusätzlich noch gute Verkehrsanbindungen öffentlichen Fortbewegungsmittel und alles in allem kurze Wege zum abendlichen Vergnügen.
Doch als es für mich dann in Richtung Sesshaftigkeit ging und ich eine Familie gründen wollte, brannte der Wunsch nach einem Eigenheim im Grünen so sehr, dass mein späterer Mann und ich nach etwas Passendem suchten. Gefunden haben wir unser Idyll schnell.
Wir stürzten uns ins Bauabenteuer und entkernten eine Doppelhaushäfte, um sie nach unseren Vorstellungen umzubauen. Die Bauzeit war stressig, zumal der Mann als Soldat nur am WE daheim war und keine wirkliche Lust auf bauliche Anstrengung hatte. Doch mein Traum sollte auch seiner sein und so stemmte ich noch im achten Monat Rigips-Platten auf den Dachboden, damit das Würmchen es nicht zu kalt haben würde.
Wer meinen Blog kennt, weiß, dass ich alleinerziehend bin.
Somit hat die Ehe dem Baustress, Schwangerschaftshormonen und dem Leben mit Baby nicht standhalten können.
Mein Traum vom Eigenheim musste einer kleinen Zwei-Einhalb-Zimmerwohnung für mich und meine Kleine weichen. Und das war wirklich bitter, sag ich euch! Von 130 qm mit Garten in 65 qm mit Balkon, was für eine Umstellung!!! Noch dazu mit Baby auf dem Arm… Aber so war es nun mal und ich hörte mit dem Träumen auf. Immerhin hat man ja auch noch an anderen Dingen zu knabbern…
Einige Jahre später träumte ich wieder. Dieses Mal aber von einer größeren Wohnung im Grünen mit Gartenidylle – ohne Baustress! Träumen darf man ja, oder?
Gefunden habe ich dieses Idyll dann aber doch und hier wohnen wir noch immer 🙂 Es ist zwar kein Eigenheim, fühlt sich aber fast so an. Wir haben knappe 120 qm mit sehr großen Zimmern. Unser Flur ist kerzengerade und ein Teil sogar verwinkelt. Und das Schöne ist: Wir wohnen ebenerdig. Ich muss mir also keine Gedanken machen, wenn sich ein Kind mal ein Bein bricht oder aus anderen Gründen Gehbeschwerden hat. Auch der Einkauf muss nicht noch eine Treppe hochgetragen werden, sondern findet nach kleinem Weg seinen „Parkplatz“ in der Vorratskammer gleich direkt im Kühlschrank.
Das Schöne an unserem Heim ist der Gartenanteil, der an die Küche angeschlossen ist. Von dort geht es direkt hinaus in unsere eingezäunte Freiluftoase, die hinter dem Zaun zum erweiterten Fußballplatz wird. Das ist zwar leicht übertrieben, da die Wiese vor unserem Garten nicht so ebenerdig wie ein Fußballplatz ist, aber größenmäßig kommt es fast hin. Die Kinder treffen sich dort gern mit den Nachbarskindern und spielen „Verstecken Freischlag“, „Packen“, „Federball“ oder bewerfen sich mit Wasserbomben. Kurzum: Eine Gemeinschaftswiese zum Spaß haben, zum Laut sein und insbesondere zum „Kind sein“. Nicht, dass man anderweitig nicht auch Kind sein darf, aber bei uns auf der Wiese kann man auf Bäume klettern, Holztipis bauen und sogar Tiere beobachten. Nicht selten trifft man hier nämlich Eichhörnchen und des Nachts schaut vielleicht mal der Fuchs vorbei ;-). Unser „Wohntraum“ liegt nämlich am Waldrand…
Wenn man so ein schönes Zuhause gefunden hat, hat man keine Träume mehr, oder?
Doch, die habe ich noch! Denn obwohl ich bereits schlechte Bauerfahrungen gemacht habe, möchte ich doch irgendwann wieder ein Eigenheim haben. Quasi „Miete“ für mich selbst zahlen. Und weil es mir hier im dörflichen Städte (Kleinstadt mit Dorfcharakter) so gut gefällt, darf mein künftiges Eigenheim gern hier zu finden sein. Wer weiß, vielleicht möchte ja einer der betagteren Nachbarn und Eigenheimbesitzer bald mal sein Haus veräußern… Dann bleiben wir unserem jetzigen Waldidyll ganz nah und zahlen dann statt Miete einen Antrag fürs Eigenheim. Schön wär´s ja. Man darf ja auch noch Träume haben!

 

Die Autorin über sich:

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In meinem Blog gibt es eine Tüte Buntes: Von allem ein bisschen und ganz viel Herzblut! Ich bin eine alleinerziehende Mama, die sich durch die Tücken des Alltags windet: Hochsensibilität und Depression sind meine Stolpersteine. Aber ich stehe immer wieder auf und zeige dir mit meinen Mädels wie viele schöne Facetten das Leben so zu bieten hat.

Auch auf Facebook und Twitter könnt ihr mich finden.

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1 Kommentar

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